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Corwyn - 05 - Unterwegs...

Dies ist das Thema Corwyn - 05 - Unterwegs... bei The Seventh Sea als Teil vom Tagebuch der Spielgruppen.
Unterwegs zur City of Lost Names 8.6.353 Die Nachricht schlug wie ein Blitzschlag in meinem Herz ein. Hoffnung? Ich war ...


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#1  
Beitrag Corwyn - 05 - DSNT - Unterwegs... (Alt 19.09.2006, 09:43 )
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Freiherr
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Beitrag Corwyn - 05 - DSNT - Unterwegs...

Unterwegs zur City of Lost Names

8.6.353
Die Nachricht schlug wie ein Blitzschlag in meinem Herz ein. Hoffnung? Ich war nicht sicher, ich wusste nur, dass ich sofort aufbrechen musste. Nur ungern ließ ich die Truppen zurück, die mich so bereitwillig akzeptiert hatten, aber ich durfte diese Angelegenheit nicht länger verschieben. Die Ordnung innerhalb der einzelnen Truppenteile war wieder hergestellt und neue Kommandostrukturen bildeten sich heraus. Sie brauchten mich nicht mehr. Ich verabschiedete mich von den neuen Kommandeuren mit Handschlag und ging meiner Wege, überzeugt davon, dass ich sie alle Wiedersehen würde.

Ered erriet meine Gedanken und ich musste meine Frage nicht aussprechen, er bot sofort an, sein Versprechen einzulösen und mit mir loszuziehen. Auch Tong und Ashtari wollten mit uns kommen, nachdem meines Bruders Gesundheit rechtzeitig wiederhergestellt wurde. Ashtari hatte in einer kleinen Zeremonie die Kräfte der Göttin Mishakal herab gerufen, und meinen Bruder geheilt. Sein Körper und sein Geist waren nun wieder eins. Inzwischen wirkte er fast wieder wie früher, körperlich gesund, schnell beim Lachen, nicht übermäßig mitteilsam, eben mein Bruder.
Nachdem Aurumnus über den Ausgang der ersten Expedition unterrichtet wurden, fragte er nach zwei Freiwilligen, die uns zum Ort des Geschehens tragen würden. Umgehend meldeten sich zwei Silberdrachen, ihre Neugier war geweckt. Sie wollten Erfahren was ihren Brüdern, die sich an nichts erinnern konnten, in der City of Lost Names widerfahren war.
Ich war dankbar, das Reynar Matar mir die Nachricht von Clawstrike überbracht hatte, und er bot sich sogar an mitzukommen. Ich lehnte dankend ab, irgendwie empfand ich diese Angelegenheit als Familiensache.
So geschah es am 09.06.353, das ich endlich auf der Suche nach meiner Geliebten war, nicht sicher was wir am Ziel vorfinden würden. Sicher war, dass ich nicht ruhen würde, bevor ich sie gefunden hatte. Wir starteten, Tongwa und ich auf Starlight und Ered mit Ashtari auf Silverstream, den beiden großen Silberdrachen.

Es war nur ein Flug von einem Tag, trotzdem legten wir auf etwa dreiviertel der Wegstrecke eine Pause ein. Wir wollten am nächsten Tag im Vollbesitz unserer Kräfte in der Stadt ankommen. Also machten wir, inmitten der Nördlichen Ödlande, eine längere Rast.
Kurz zuvor hatten wir eine kleine Gruppe Schwarzer Drachen verscheucht. Da Sie in der Übermacht waren, hielten Sie uns wohl für leichte Beute. Sie flohen entsetzt, als sie bemerkten das es tatsächlich Huma’s Drachenlanze war, der einen der Ihren beim ersten Angriff tötete.
Das Brüderpaar Silverstream und Starlight entpuppte sich als willkommene Verstärkung und angenehme Begleitung. Sie schienen keinerlei Berührungsängste mit uns Menschen zu haben. Der Krieg hatte auch bei Ihnen Spuren hinterlassen, so dass alte Vorurteile zumindest in Frage gestellt wurden. Den Abend verbrachten wir zu sechst am Lagerfeuer, die beiden Drachen in ihrer menschlichen Gestalt. Zusammen schmiedeten wir Pläne über das Vorgehen in der vergessenen Stadt.
Starlight nahm mir zumindest meine größte Sorge. Er erzählte uns, dass er mit Aurumnus über das Vergessen der Geschehnisse ihrer Brüder gesprochen hatte. Er glaubte, dass er uns vor den Auswirkungen des Fluches, der alten Überlieferungen nach auf der Stadt liegen würde, schützen konnte. Völlig sicher sollten wir uns allerdings nicht fühlen.
Tatsächlich machte ich mir keine Sorgen darüber; falls es einen Fehlschlag geben sollte, würden wir uns sowieso nicht daran erinnern. Bei diesem Gedanken musste ich leise lachen, und meine Gefährten starrten mich überrascht an. Als Tongwa von Gileans Buch aufsah, in das er jeden Abend hineinschrieb, hatte ich eine Idee. Warum nicht den Plan in groben Zügen ebenfalls in das Buch schreiben? Da das Buch die aufgeschriebenen Ereignisse immer korrigierte, hätten wir, falls Starlights Schutz unwirksam sein sollte, ein exzellentes Nachschlagewerk. Tong hielt die Idee ebenfalls für gut und so folgten Ashtari und Ered unserem Beispiel.

Mehr Sorgen machte mir der Verbleib von Tika. Warum war sie nicht aus der Stadt herausgekommen? Die Drachen hatten offensichtlich nur die Erinnerung betreffend der Stadt vergessen, alles Weitere war ihnen noch bewusst. Was hielt Tika in der Stadt also noch fest? Ich glaubte fest daran, das Sie noch am Leben war, ansonst hätte Clawstrike, selbst im Moment seines Todes, sicher jede Hoffnung unterbunden. Was also hielt sie fest? Meinen Freunden mangelte es wie mir an Ideen, vielleicht trauten sie sich auch nur nicht, das nahe liegende Auszusprechen. Die beiden Drachen weigerten sich jedenfalls, auch nur eine Mutmaßung von sich zu geben.

Gegen Abend, wir hatten bereits ein kleines Lagerfeuer angezündet, hatten wir dann eine merkwürdige Begegnung. Etwas, das wie eine kleine Windhose ausschaute, bewegte sich schnell in Richtung unseres Lagers. In etwa zehn Metern Entfernung verharrte sie, und wie sich ihre Drehung langsam verlangsamte, kam eine menschliche, männliche Gestalt hervor. Nun, menschlich? Sie war ein ganzes Stück zu groß und übermuskulös, aber ok, diese Beschreibung würde auch auf Ered zutreffen. Er trug grellgelbe Pluderhosen mit einer roten Schärpe, einen blauen Turban, der Oberkörper war entblößt. An seiner Seite hing ein überdimensionaler Krummsäbel. Er verbeugte sich mit einem übertrieben breiten Grinsen.
„Was ist das denn?“ Fragte ich in die Runde, während ich meine Schwerter zog.
„Hmm... das sollte ein Djinni sein.“ merkte Tong an, der die Gestalt angestrengt anstarrte.
„Tongwa, was ist die Gesinnung von Djinnis?“ Ered schaute genauso ratlos wie ich, während er aus seiner Waffensammlung eine Mace wählte.
„Nein, ein Djinni ist per Definition eine Kreatur des Guten, es droht also keine Gefahr.“
Die volltönende Stimme des Djinni mischte sich in unsere Diskussion. „Wenn ich kurz stören dürfte?“ Er zeigte seine offenen Hände. „Ich hege keine feindlichen Absichten, darf ich näher kommen? Ich bringe eine Warnung...“
Ich schaute Ashtari an und sie nickte. „Ich spüre eine Aura des Guten.“
„Tretet näher.“ Wir steckten unsere Waffen weg.
Der Djinni verbeugte sich erneut „Ich werde Amjad genannt. Ich glaube, ich kann euch mit Informationen und einer Warnung bezüglich eures Vorhabens dienen, doch haben diese Informationen einen Preis.“
Nun, es war schließlich meine Mission. „Was für einen Preis verlangt ihr?“
„Irgendwann wird mein Meister einen Dienst von euch fordern, dem ihr euch nicht verweigern dürft.“
„Wer ist euer Meister?“
„Ihr kennt ihn. Er hat euch persönlich bereits einmal geholfen und euch später auf die Ebene der Toten geleitet.“
Nach einer kurzen Pause waren es Ashtari und Tong, die gleichzeitig mit mir erstaunt „Mendryll?“ ausriefen.
„Ach, ihr erinnert euch an Ihn?“ Das Grinsen des Djinni wurde breiter. „Also, was sagt ihr?“ Er schaute mich erwartungsvoll an.
„Hmm, warum sollten wir sie nicht alleine finden können?“
„Sagen wir es mal so, ich kann euch sagen WO sie ist und WER sie gefangen hält, und auch WARUM.“ Er zwinkerte „Wobei das WO am interessantesten ist, man sollte in dieser alten Stadt besser genau wissen WO man hingeht. Ansonst könnte das fatale Folgen haben.“ Er grinste frech die beiden Drachen in Menschengestalt an. „Aber diese beiden Wissen das bestimmt auch so.“
Wir schauten die beiden fragend an, Starlight war es schließlich der eine Erklärung parat hatte. „Ja, das stimmt soweit. Wir kennen die Stadt zwar nur aus alten Überlieferungen, aber wir Wissen das sie verflucht ist, und das einige Gebäude schlimmeres als einen Fluch für Krynn bereithalten. Genaues wissen wir indes nicht, nur Warnungen.“
Amjad wandte sich wieder mir zu. „Na egal, also falls ihr mich fragen würdet, wie Eure Chancen ohne meine Hilfe stehen, dann würde ich sagen, höchstens 25%. Allerdings besteht eine weitere 65% Chance, dass ihr dabei größeres Unheil produziert. Dies dann zwar aus Unwissenheit, aber wen interessiert das schon?“.
„Wäre Mendryll damit einverstanden, das ich dabei nicht gegen meine Überzeugung handeln dürfe?“
Der Djinni schloss kurz die Augen, wie zur inneren Abstimmung, dann öffnete er sie wieder. „Ja, damit wäre er selbstredend einverstanden.“
Er reichte mir die Hand, und ich schlug ein. Er lächelte breit und ich fragte mich, auf was ich mich wieder eingelassen hatte.

Anschließend beschrieb uns Amjad das betreffende Gebäude in der Stadt. Er warnte uns, keines der anderen Gebäude zu betreten, vor allem der Tempel in der Mitte der Stadt, den er „Tempel der Zeit“ nannte, sollte für uns absolut Tabu sein. Silverstream schaute den Djinn nach Nennung des Namens reichlich misstrauisch an.

Amjad fuhr fort „Sie wird von drei Efreeti gefangen gehalten.“
„Von drei was?“ Ich wusste was folgen würde.
„Efreeti sind böse Djinns. Feuergeister. Sehr gefährlich, grausam und rachsüchtig.“ Tong grinste, wie immer wenn er durch Wissen glänzen konnte.
„Die Efreeti wurden irgendwie von dem Roten Drachenlord beauftragt. Es gefällt ihnen wohl nicht besonders, doch müssen Sie ihm zu Diensten sein.
„Von Lord Ariakas?“
„Genau das war der Name. Kennt Ihr ihn?“ Der Djinni lächelte breit. „Die Drei sollten Euch vor einiger Zeit auf dem Weg nach Kalaman abfangen, aber ihr hattet einen anderen, für den Lord nicht vorhersehbaren, Weg gewählt.
„Das Mintorauren-Schiff...“
„Richtig. Tika fingen Sie später in der Stadt ab. Sie erkannten, das Sie zu euch gehört, und warten seitdem auf eure Ankunft. Sie waren sich sicher, das ihr sie früher oder später befreien würdet... aber jetzt ist Eile geboten!“
Ich wurde misstrauisch. „Wir sind so schnell gekommen wie wir konnten...“
„Sicher, aber nach dem Ende des Krieges könnte es sein, das die Efreeti das Interesse an ihrer Aufgabe verlieren. Ihr müsst euch beeilen, sie ahnen bereits was geschehen ist.“
Besorgt sprang ich auf. „Dann lasst uns losziehen!“
Der Djinn hob beschwichtigend die Hände. „Stop, stop. Ruhig Blut Jungchen. Du willst gar nicht bei Dunkelheit in die Stadt ziehen. Außerdem wird die Schwadron der Blackdragon Army heute im Schutz der Dunkelheit abziehen.“
„Eine Schwadron? Wieviele Köpfe zählen sie?“ wandte sich Ered an den Djinn.
„Ach, das habt ihr auch nicht gewußt? Hihi, Mendryll hatte Recht, ihr bereitet Euch nicht sonderlich gut auf Eure Abenteuer vor...! Morgen früh werden Sie weg sein und euch nicht behelligen.“
Seufzend setze ich mich wieder an das Feuer, besorgt über das, was uns morgen erwarten würde.
Ashtari tröstete mich. „Hab keine Angst um Sie, die Hand der Götter wird Sie zu Dir zurückbringen.“
Ich konnte nicht antworten, wusste ich doch, das es auch andere Götter gab die uns nicht wohlgesonnen waren.
__________________
- Corwyn, Master of Blades -

Geändert von Corwyn (21.09.2006 um 13:04 Uhr).
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#2  
AW: Corwyn - 05 - Unterwegs... (Alt 21.09.2006, 18:09 )
Benutzerbild von Tongwa
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Registriert seit: 02.11.2005
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Beiträge: 59
AW: Corwyn - 05 - Unterwegs...

jetzt geht's los ....
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:duell_1 Luca Gilberto
After all, it is the winner that tells the tale.
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#3  
AW: Corwyn - 05 - Unterwegs... (Alt 22.09.2006, 20:35 )
Benutzerbild von Ravalo Montclair
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AW: Corwyn - 05 - Unterwegs...

schön, dass es hier auch noch weitergeht....
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RAVALO MONTCLAIR



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...To PARTY!!!"
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#4  
AW: Corwyn - 05 - Unterwegs... (Alt 26.09.2006, 10:54 )
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Registriert seit: 06.11.2005
Beiträge: 20
AW: Corwyn - 05 - Unterwegs...

corwyn wird ja immer besser. ich bin gespannt!
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