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Portrait II.IV -Hans Zimmer

Dies ist das Thema Portrait II.IV -Hans Zimmer bei Musik im Portrait als Teil vom Fantasy- & SF Musik.
Soooo, ihr Lieben. Nun wollen wir doch mal DEN Filmmusikproduzenten schlechthin in unser Forum integrieren, nichtwahr? Lady's and Gentleman, ich ...


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#1  
Daumen hoch Portrait II.IV -Hans Zimmer (Alt 24.01.2007, 17:56 )
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Daumen hoch Portrait II.IV -Hans Zimmer

Soooo, ihr Lieben. Nun wollen wir doch mal DEN Filmmusikproduzenten schlechthin in unser Forum integrieren, nichtwahr?

Lady's and Gentleman, ich presentiere :

Hans Florian Zimmer

Am 12 September, Anno 1957, erblickte ein kleiner Junge namens Hans Florian in Frankfurt am Main das Licht der Welt. Schon in früher Kindheit musste besagter Junge im Elternhaus das Klavierspielen erlernen. Doch nur kurz wurde ihm ein Lehrer zur Seite gestellt, da sich der kleine Zimmer nicht dessen Disziplin hinsichtlich der Grundregeln für Pianisten unterwerfen wollte.

Jahre später machte der junge Erwachsene sein Abitur in England, und schloss sich einigen Gruppen wie Krisma, und Ultravox an, wo er den Synthesizer bediente.

Ende der 70er wirkte der Anfang Zwanziger bereits als Komponist von Werbmusikjingles und beim Videoclip des The Buggles-Hits "Video Killed the Radio Star" am Modular-Synthesizer mit. Das ganze geschah im Londoner Studio "Air Edel" .

Anno 1980 erhielt er den Posten des Assistenten des englischen Filmmusik-Kompinisten Stanley Myers, von dem der begabte Hans Zimmer viel über das Komponieren für ein Orchester lernte. Erst übte sich Zimmer an kleineren Aufgaben für eigene Filmmusik, doch machte er in den 80er Jahren schnell durch die Vertonung von Filmen wie "Miss Daisy und ihr Chauffeur" auf sich und sein Talent aufmerksam.

Es dauerte nicht lange und Hans Zimmer machte einen kleinen Hopser nach Hollywood, wo die Ehefrau eines Regisseurs, nach Lauschung des Soundtrack's "Zwei Welten", ihren Gatten darauf aufmerksam machte, und ihm empfahl mit Zimmer die Musikuntermahlung seines Filmes "Rain Man" zu machen. Bereits im Jahre 1989 wurde Hans Zimmer für diese Musik für den Oscar nominiert.

Anno 1990 wurde Zimmer vor allem wegen seiner innovativen Kombination von Orchester- und Synthesizer-Klängen bekannt. Er schuf mit Ridley Scotts "Black Rain" und Ron Howards "Backdraft -Männer, die durchs Feuer gehen" einen neuartigen Stil, Actionfilme zu vertonen.
Besonders "Backdraft" gilt als Meilenstein der Filmmusikgeschichte :
Zimmers Entscheidung, den Film mit einem sog. wall-to-wall score zu vertonen, d.h. gesammte Szenen und Sequenzen sowie den Großteil des Films mit Musik zu unterlegen, schuf den Prototyp aller folgenden Action-Filmmusiken in Hollywood. (Danke Herr Zimmer Kommt viel mehr Patriotismus auf wenn Männer wie Bruce Willis die Welt retten.)

Bereits mit "Zwei Welten" und "Im Glanz der Sonne" hatte Hans schon afrikanisch beeinflusste Musik geschrieben. Einer der Gründe weshalb man Hans Zimmer engagierte, um die Musik zu "Der König der Löwen" zu komponieren. Der Soundtrack für "Der König der Löwen" ist einer der meist verkauften Soundtracks aller Zeiten. Und 1995 erhielt dann Hans Florian Zimmer auch die dollste Auszeichnung überhaupt dafür - Einen Oscar für die beste Filmmusik! -Gratulation-Verdient hatt' ers!

Nach einem Rechtsstreit mit seinem ehemaligem Partner "Jay Rifkin", mit dem er das Filmmusikstudio "Media Ventures" gründete, übernahm Zimmer mit seinem Unternehmen "Remote Control Productions" das Geschäft. Remote Controle ist eine Art Talentschmiede in der auch einige andere Filmmusik-Komponisten wie z.B. Steve Jablonsky, James Dooley, Heitor Pereira und Geoff Zanelli arbeiten. Zu den bekanntesten ehemaligen Remote-Control-Komponisten gehören Klaus Badelt, John Powell, Nick Glennie-Smith, Mark Mancina und Harry Gregson-Williams.

Heute lebt Hans Zimmer in Los Angeles, wo er fleißig weiter arbeitet um uns, mit seinen Klängen zu erfreuen! Er gilt als einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Filmmusikkomponisten der Hollywood-Geschichte.
Nach dem Abschluss der Arbeiten an der Batman Begins-Fortsetzung "The Dark Knight" plant Zimmer , einige Konzerte zu geben.


Die Verwenung von ethnischen Instrumenten, wie z.B. das Duduk in "Gladiator", Flöten in "Rangoon- Im Herzen des Sturms" oder Taikos in "Last Samurai", ist eines seiner Markenzeichen.
Auch Kompositionen mit afrikanischen Einflüssen wie z.B. "Zwei Welten", "Im Glanz der Sonne","Der König der Löwen" und "Black Hawk Down" aber auch Musik zu Komödien wie "Besser geht's nicht", oder "Tricks" gehören dazu.

Mit den Regisseuren Ridley Scott, James L. Brooks, Gore Verbinski und Penny Marshall arbeitet er regelmäßig zusammen. Seine Musik zu Terrence Mlicks Film "Der schmale Grat" gilt als eines seiner besten Werke. Zimmer's Idol ist "Ennio Morricone".

Schon lange vor Filmstart komponiert Zimmer in der Regel Suiten, die alle wesentlichen Bestandteile der späteren Filmmusik enthalten. Die Suiten dienen gegen Ende der Produktion als Basis für die Musik, die direkt zum Bild geschrieben wird. Aber auch die Suiten selbst werden meistens im Film und auf dem Soundtrack verwendet – so z B. sind die Titel 9, 10, 11, 12 und 13 aus dem Soundtrack zu "The Da Vinci Code – Sakrileg" die von Zimmer geschriebene Suite. Diese Arbeitsweise erklärt Zimmer in einem Interview mit Soundtrack.net folgendermaßen:

Zitat:
„Ich habe darüber nachgedacht, wie ich in letzter Zeit arbeite. Die Dinge schon vor den Dreharbeiten zu schreiben ist der bessere Weg. Die Filmtechnologie hat sich in den letzten Jahren, insbesondere durch Computereffekte, so stark verändert, dass es nun möglich ist auch noch etwas in letzter Minute am Film zu ändern. Ich glaube der alte Weg zu warten, bis der Film fertig geschnitten ist, und dann die letzten sechs bis zwölf Wochen, oder wie lange auch immer, die Musik zu schreiben und aufzunehmen fuktioniert heutzutage nicht mehr. Deshalb ist es sinnvoll einen Teil der Musik vor diesen zwölf Wochen zu schreiben. Damit hat man selber und die Filmemacher dann etwas, mit dem man arbeiten kann, während man über die Musik zum Bild nachdenkt. So hat mann möglicherweise mehr Einfluss auf den Stil des Films. Außerdem kann man so diese ärgerlichen Temp-Track-Probleme lösen.“
Häufig helfen die bei Remote Control arbeitenden Komponisten besonders gegen Ende der Filmproduktion Zimmer bei seinen Musiken, indem sie kleinere Teile für ihn auf Basis seiner Suiten orchestrieren, arrangieren oder komponieren. Diese Arbeitsweise ist bei einigen Filmmusik-Fans umstritten, jedoch in Hollywood nicht völlig unüblich.

Hans Zimmer komponiert nicht nur, sondern übernimmt bei Filmen auch die Ausführung als verantwortlicher Musikproduzent, wie etwa 2006 bei "Ab durch die Hecke".

Nominierungen & Auszeichnungen

Oscar

2001: Gladiator
1999: Der Prinz von Ägypten
1999: Der schmale Grat
1998: Besser geht's nicht
1997: Rendezvous mit einem Engel
1995: Der König der Löwen (gewonnen)
1989: Rain Man


Golden Globe

2007: The Da Vinci Code - Sakrileg
2005: Spanglish
2004: Last Samurai
2003: Spirit – Der wilde Mustang (Nominiert für den besten Song)
2002: Pearl Harbor
2001: Gladiator (gewonnen)
1999: Der Prinz von Ägypten
1995: Der König der Löwen (gewonnen)



Satellite Awards

2006: The Da Vinci Code - Sakrileg
2004: Last Samurai (gewonnen)
2002: Hannibal
2001: Gladiator (gewonnen)
1999: Der schmale Grat (gewonnen)


Grammy Awards

2007: The Da Vinci Code - Sakrileg
2007: Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2
2001: Gladiator
1996: Crimson Tide (gewonnen)
1995: Der König der Löwen
1991: Miss Daisy und ihr Chauffeur




Somit erhielt Hans Zimmer für seine Arbeiten insgesamt 7 Auszeichnungen.
(1 Oscar ; 2 Golden Globes ; 3 Satellite Awards und 1 Grammy Award -Weitere werden 100% folgen!)


Zimmer's Filmographie (NUR Kinofilme -Haltet die Luft an)

2008

The Dark Knight (zusammen mit James Newton Howard)


2007

Die Simpsons – Der Film
Fluch der Karibik 3


2006

Liebe braucht keine Ferien
Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
The Da Vinci Code – Sakrileg


2005

The Weather Man (zusammen mit James S. Levine)
Der kleine Eisbär 2 – Die geheimnisvolle Insel (zusammen mit Nick Glennie-Smith)
Madagascar (zusammen mit James Dooley, Heitor Pereira)
Batman Begins (zusammen mit James Newton Howard)


2004

Spanglish
Lauras Stern (zusammen mit Nick Glennie-Smith)
Große Haie – Kleine Fische
King Arthur
Thunderbirds (zusammen mit Ramin Djawadi)


2003

Last Samurai
Was das Herz begehrt (zusammen mit mehreren anderen Komponisten, Alan Silvestris Musik wurde kurz vor Filmstart verworfen)
Tricks
Tränen der Sonne


2002

Ring
Spirit – Der wilde Mustang


2001

Black Hawk Down
Unterwegs mit Jungs (zusammen mit Heitor Pereira)
Pearl Harbor
Hannibal
Das Versprechen (zusammen mit Klaus Badelt)


2000

Mit oder ohne – Was Männer haben sollten
Mission: Impossible II
Gladiator (zusammen mit Lisa Gerrard)
Der Weg nach El Dorado (zusammen mit John Powell)


1999

Der Chill-Faktor (zusammen mit John Powell)


1998

Der schmale Grat
Der Prinz von Ägypten
The Last Days


1997

Besser geht’s nicht
Projekt: Peacemaker
Fräulein Smillas Gespür für Schnee (zusammen mit Harry Gregson-Williams)


1996

Rendezvous mit einem Engel
Der Fan
Muppets – Die Schatzinsel
The Rock – Fels der Entscheidung (zusammen mit Nick Glennie-Smith und Harry Gregson-Williams)
Operation – Broken Arrow


1995

Nine Months
Rangoon – Im Herzen des Sturms
Crimson Tide – In tiefster Gefahr
Two Deaths
Something to Talk About (zusammen mit Graham Preskett)


1994

Drop Zone
Geht's hier nach Hollywood?
Mr. Bill
Der König der Löwen


1993

Younger And Younger
Das Geisterhaus
True Romance
Codename: Nina
Calendar Girl
Cool Runnings (zusammen mit Nick Glennie-Smith)


1992

Tödliches Spielzeug
Flug ins Abenteuer
Sleeping Dogs – Tagebuch eines Mörders (zusammen mit Mark Mancina)
Eine Klasse für sich
Im Glanz der Sonne


1991

Thelma & Louise
In Sachen Henry
Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen
K2 – Das letzte Abenteuer


1990

Chicago Joe und das Showgirl (zusammen mit Shirley Walker)
Green Card – Scheinehe mit Hindernissen
Fremde Schatten
Narren des Schicksals
Twister – Keine ganz normale Familie
Tage des Donners
Ein Vogel auf dem Drahtseil


1989

Black Rain
Miss Daisy und ihr Chauffeur
Death and Desire


1988

Brennendes Geheimnis
Rain Man
Paperhouse – Alpträume werden wahr (zusammen mit Stanley Myers)
Maniac City (zusammen mit Stanley Myers)
Zwei Welten
Ein Mann wie Taffin (zusammen mit Stanley Myers)
The Nature of the Beast (zusammen mit Stanley Myers)
Die Chaoten-Spione (zusammen mit Fiachra Trench)
The Fruit Machine - Rendezvous mit einem Killer


1987

Lenny's turbulenter Sommer (zusammen mit Stanley Myers)


1986

Saison für Seitensprünge (zusammen mit Stanley Myers)
The Lightship (zusammen mit Stanley Myers)
Castaway (zusammen mit Stanley Myers)


1985

Insignificance (zusammen mit Stanley Myers)


1984

Die Geschichte der O – Teil 2 (zusammen mit Stanley Myers)
Eureka (zusammen mit Stanley Myers)
Success Is The Best Revenge (zusammen mit Stanley Myers)


1982

Schwarzarbeit (zusammen mit Stanley Myers)




Zum Abschluss habe ich noch ein Interview mit Hans Zimmer für euch:

Zitat:
Der Klang der Karibik
Komponist Hans Zimmer

(tsch) Wenn Kalifornien und Deutschland aufeinander treffen, dann hört man das. Hollywood-Deutsche haben eine besondere Art, zu reden. Die Kommunikationsweise ist amerikanisch - freundlich, offen, herzlich, nicht unbedingt kritisch-tiefsinnig. Aber die Mittel zum Zweck sind eben manchmal Deutsch. Wenn man Hans Zimmer sprechen hört, dann bemerkt man diesen eigentümlichen Mix. Der leichte amerikanische Akzent sorgt dafür, dass seine Wörter flirren, kurz umherfliegen, bevor sie ankommen. Hört sich gut an, ehrlich. Aber dass der bekannteste Soundtrack-Komponist der Welt auch akustisch überzeugt, war keine Überraschung. Jetzt kommt "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" in die Kinos - Zimmer zimmerte den Soundtrack.

teleschau: Herr Zimmer, den Soundtrack zu "Fluch der Karibik" produzierten Sie - beim zweiten Teil sind Sie alleiniger Komponist. Warum diesmal die volle Verantwortung?

Hans Zimmer: Ich hatte beim ersten Teil einfach nicht genug Zeit, um das alles als Komponist und Arrangeur fertig zu machen und steckte zudem in einem anderen Projekt. Aber diesmal war es mir sehr wichtig, voll dabei zu sein - auch weil es der vierte Film ist, bei dem ich mit Gore Verbinski arbeite. Es macht eben immer Spaß mit ihm.

teleschau: Man liest, Sie sitzen auch schon an den Klängen zum dritten Teil ...

Zimmer: Und wie! (lacht) Nein, im Ernst. Ich habe mich schon mit Gore unterhalten und habe darüber nachgedacht, wir haben ein paar Ideen. Aber wahrscheinlich werde ich mit der Umsetzung wieder bis zur allerletzten Sekunde warten. Es ist auf jeden Fall ein setsames Gefühl zu wissen, dass ich auch im nächsten Jahr noch in diesem ganzen Piraten-Ding gefangen sein werde.

teleschau: Wie muss man sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den Machern des Filmes vorstellen?

Zimmer: Insgesamt verlief das alles sehr harmonisch - weil ich Gore und auch Jerry (Bruckheimer, der Produzent, Anmerkung der Red.) gut kenne und ich mit beiden schon oft zusammenarbeitete. Leichte Reibungen, die gabs ja schon beim ersten Teil, und das soll auch so sein. Da kamen alle plötzlich mit irgendwelchen Ideen und Vorstellungen an, als ich schon fast fertig war. Und ich musste plötzlich in einer Nacht und einem Tag neue Themen überlegen. Aber eigentlich muss das ja anders laufen. Der Komponist - also ich - soll genau das schreiben, was sich die Kerle überhaupt nicht vorstellen. Hinterher setzt man sich dann mit einer guten Flasche Wein zusammen, wenn die leer ist, holt man die nächste, und dann kommt man schon zu irgendeinem Ergebnis. Wir sprechen nicht über den Stil der Musik, sondern darüber, was die Szenen bedeuten, wo ihre Energie, ihre Essenz liegt.

teleschau: Wo liegt der Unterschied zum Sound des ersten Teils?

Zimmer: Ich wollte nicht, dass wir die Ideen des ersten Teils ganz vergessen, ich musste mich gewissermaßen wiederholen. Das gut zu machen, ist aber schwierig, fast mehr Arbeit, als wenn man neue Scoremusik schreibt. Aber ich bin zufrieden, ich habe dieses Mal einige Dinge machen können, für die beim letzten Mal einfach keine Zeit war. Ich glaube, die Musik hat noch einmal mehr Power, ist gefährlicher. Andere Stellen sind dagegen romantischer.

teleschau: Wie lange saßen Sie an der Umsetzung?

Zimmer: Drei Monate, würde ich sagen. Aber es ist nicht leicht zusammenzurechnen, weil ja auch viel Gedankenarbeit drinsteckt. Schon im August habe ich mich intensiv mit dem Jack-Sparrow-Thema auseinander gesetzt, mit dem ich etwas spielen wollte. Aber ich musste ja auch den Score zu "Da Vinci Code" fertig machen.

teleschau: Kommt man da nicht durcheinander?

Zimmer: Mein Kopf ist immer leer, wenn ich mit einem neuen Projekt beginne. Und dann versuche ich, stilistisch jeweils bei einem Thema zu bleiben. "Da Vinci Code" und "Pirates" sind vom Stil her sehr verschieden. Und das ist wichtig, denn sonst wäre der Score ja verwechselbar, und genau das darf nicht passieren. Das Geheimnis ist allerdings ein einfaches: Es muss einem Spaß machen, dann hat man auch die Ideen.

teleschau: Eine Lektion, die Sie früh lernten ...

Zimmer: Ja, ich bin schon eine Weile im Geschäft. Rock'n'Roll und Pop wurden mir sehr schnell langweilig. Da arbeitet man immer nach dem gleichen Thema - Strophe, Bridge, Refrain, das war einfach öde, genau das, was ich nicht tun wollte. Das schöne an Filmmusik ist eben, dass sie ganz anders funktioniert, dass sie auf einem Zusammenspiel mit den Bildern beruht. Ich bekomme ja für gewöhnlich alles, was von einem Film aufgenommen wird und schaue das immer wieder an. Ich besuche das Set, rede mit den Schauspielern. Mit Johnny Depp habe ich mich wirklich oft unterhalten - weil er für diesen Film einfach so wichtig ist.

teleschau: Das Genre Soundtrack wird manchmal etwas belächelt. Stört Sie das?

Zimmer: Nein, und das hängt damit zusammen, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe. Das ist das einzige Land, wo zwischen E- und U-Musik unterschieden wird, in Amerika trennt man das nicht. Duke Ellington hat einmal etwas sehr Kluges gesagt: Es gibt nur zwei Arten von Musik, gute und schlechte. Mozart war Unterhaltungsmusik, das darf man nicht vergessen. Wenn das jemand nicht für voll nimmt, versteht er nichts von Musik.

teleschau: Sie haben mit den Buggles Popsongs geschrieben, unter anderem das super-erfolgreiche "Video Killed The Radiostar" - juckt da manchmal noch der Finger?

Zimmer: Nein, weil sich stilistisch alles wiederholt, momentan sind ja alle irgendwie wieder bei den 80er-Jahren angelangt. Ich weiß genau wie das funktioniert, ich könnte da locker wieder mitmachen. Aber dazu habe ich keine Lust.

Jochen Overbeck
Quelle


Und noch ein kleines Häppchen :

Hans Zimmer - A Tribute To a Great Music

Gemacht von "Kobold19"



Viel Spaß mit der vorhandenen und mit der weiteren Musik von Hans Zimmer !

Gruß
Luca

Geändert von Luca van Xay (24.01.2007 um 18:04 Uhr).
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