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RPG-Foren  Die Macht des Rollenspiels
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Unspielbare Helden?

Dies ist das Thema Unspielbare Helden? bei Heldengenerierung & Werte als Teil vom Das Schwarze Auge.
Zitat: Nein, wieso? Ein Boron-Geweihter hat ja nicht in jedem Fall ein Schweige-Gelübde abgelegt, nur weil er Boron-Geweihter geworden ist. ...


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Antwort

#21  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 24.06.2008, 13:57 )
Benutzerbild von Jolinar
Akoluth
 
Registriert seit: 29.03.2007
Beiträge: 614
Forumsverdienststern 3. Klasse 
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Nein, wieso? Ein Boron-Geweihter hat ja nicht in jedem Fall ein Schweige-Gelübde abgelegt, nur weil er Boron-Geweihter geworden ist. Derartige Strömungen gibt es auch in der Boron-Kirche, ist aber kein generelles Problem. Vielmehr sind Boron-Geweihte gehalten, sich nur auf das nötigste zu beschränken.
Genau... er ist beschränkt, deshalb ist es auch schwierig ihn zu spielen, weil diese Einschränkung doch sehr weitreichend ist. Nicht jedem fällt es leicht mit dem Kopf zu nicken, statt >>ja<< zu sagen... als Beispiel. Man ist definitiv eingeschränkt. Das erschwert die Sache.

Meine Meinung:
Es gibt keinen unspielbaren Charakter, man muss nur der Typ dazu sein! Ich könnte z.b. niemals einen Elfen spielen, würde ich auch nicht wollen, aber einen Praiosgeweihten... jup, der würde mir liegen!

Elfen halte ich aus einem anderen Grund für ungeeignet: Sie umgibt etwas mystischer und unendliches, das in DSA kein Spieler (und eigentlich auch kein Meister) verstehen kann. Spiel man ihn in einer Gruppe, geht davon etwas verloren. Ausgenommen sind von dieser Problematik natürlich Auelfen und Elfen die in Städte wohnen, auch bei Firnelfen existiert das Problem nicht, wobei da wieder der Zwiespalt ein Problem darstellt, das aber zu überwinden ist.

Zitat:
Auch Orks und Goblins halte ich persönlich für eher schwierig. Weiter als südlich des Mittelreiches wüsste ich nicht, was die Motivation des Charakters sein sollte und im Mittelreich, gerade im nördlichen, sind Goblins und vor allem Orks auch nicht gerade beliebt. Stichwort: Orkkriege in Weiden.
Die Spielbarkeit eines Charakters dürfte nicht vom Ort abhängen... will ein Held einen Achaz spielen und ist die Gruppe damit einverstanden, so muss der Meister das berücksichtigen! Will man einen Ork spielen ist das Problem noch geringer, denn auch er wird in irgendeiner Form Freundschaft schließen oder es für unabdingbar ansehen, dass er mit in den Süden aufbricht... (Probleme bei Cons mal ausgeschlossen)

Ein Held ist dann unspielbar, wenn er von einem Spieler nicht korrekt verkörpert werden kann. Tja.. was heißt korrekt? Das ist ganz klar Auslegungssache und muss deshalb von jedem selbst bestimmt werden. Warum ich Elfen teilweise für unspielbar halte, habe ich bereits erwähnt.

Zitat:
Bei einem Con-Abenteuer hatten wir in der Runde das Paradebeispiel von "Spieler passt nicht in die Gruppe": Hexen sind oft ein Problem. Wegen Motivation und bestimmten Vorbehalten der Obrigkeit.
jaja.. Hexen sind oft ein Problem... Brav! Denn nicht immer
Das Problem mit der Obrigkeit ist nämlich meistens gar keines! Ein NSC hochgestellter wird auch von den meisten Hexen geachtet, oder flößt zumindest so viel Respekt ein, dass sie sich benimmt. So viel Hirn sollte die Hexe schon haben, schließlich könnte das dramatische Konsequenzen haben. Des weiteren haben ja nicht alle Hexen das Problem mit der Obrigkeit, sonst gäbe es wohl kaum noch Schöne der Nacht und die Wissenden....
Innerhalb der Gruppe könnte es eher zu einem Problem werden, das sich aber meist von selbst löst, da eine gewisse Freundschaft entstehen sollte, die mehr wert ist als Stand und Name...
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#22  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 24.06.2008, 15:18 )
Benutzerbild von Albero
Bürger
 
Registriert seit: 22.06.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 90
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von Jolinar Beitrag anzeigen
Das Problem mit der Obrigkeit ist nämlich meistens gar keines! Ein NSC hochgestellter wird auch von den meisten Hexen geachtet, oder flößt zumindest so viel Respekt ein, dass sie sich benimmt. So viel Hirn sollte die Hexe schon haben, schließlich könnte das dramatische Konsequenzen haben.
Das Problem mit der Hexe wurde erst ein Problem mit der Hexe durch die Art, wie der Spieler sich egozentrisch und egoistisch in Szene gesetzt hat. Und damit kann so ziemlich jeder Charakter zu einem Problem werden. Es kommt nun mal eben auch immer darauf an, welcher Charakter in welcher Weise in welcher Art von Kampagne gespielt wird.

Wenn sich die Gruppe (Spieler und Spielleiter) darauf verständigen, ist sicher vieles möglich. Ich persönlich ziehe es dagegen vor, Orks, Goblins, Achaz, und bei genauerer Betrachtung aus den von Dir genannten Gründen auch Elfen, für Spielercharaktere auszuschließen. Kann einem eine Menge Ärger ersparen. Und vermeidet die lästige Debatte, ob der Charakter nun rollengerecht seiner Spezies entsprechend dargestellt wird...
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#23  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 24.06.2008, 17:38 )
Benutzerbild von Screw
Fürst
Minister im Zedernkabinett
 
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Beiträge: 1.162
RPG-Taler: 12.840
AW: Unspielbare Helden?

Hab' da in einer meiner Spielergruppen (Shadowrun) einen rassistischen Norm, der außerdem eine negative Anziehungskraft auf Pflanzengeister hat. Letztens sollte die Gruppe durch den Wald über die Grenze ... allein die Erwähnung des Wortes "Wald" hat den Spieler dazu bewogen, sich von der Gruppe zu trennen, mit dem Flieger rüber zu jetten und sich drüben wieder zu treffen.

1. Hat er die ganze Action an der Grenze verpasst (selbst schuld)
2. Waren die anderen Spieler und ich entsprechend angepisst.

In Zukunft werde ich das so regeln, wie beim A-Team. Die betreffende Person einfach schlafen legen.

cul8r, Screw
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#24  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 24.06.2008, 18:18 )
Benutzerbild von Jolinar
Akoluth
 
Registriert seit: 29.03.2007
Beiträge: 614
Forumsverdienststern 3. Klasse 
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von Albero Beitrag anzeigen
Das Problem mit der Hexe wurde erst ein Problem mit der Hexe durch die Art, wie der Spieler sich egozentrisch und egoistisch in Szene gesetzt hat. Und damit kann so ziemlich jeder Charakter zu einem Problem werden. Es kommt nun mal eben auch immer darauf an, welcher Charakter in welcher Weise in welcher Art von Kampagne gespielt wird.
Ja, klar, nur bezog ich mich auf das >>Hexen oft<< war ja ne Verallgemeinerung und deshalb nicht auf dein Problem mit dem Spieler bezogen...

Zitat:
Wenn sich die Gruppe (Spieler und Spielleiter) darauf verständigen, ist sicher vieles möglich. Ich persönlich ziehe es dagegen vor, Orks, Goblins, Achaz, und bei genauerer Betrachtung aus den von Dir genannten Gründen auch Elfen, für Spielercharaktere auszuschließen. Kann einem eine Menge Ärger ersparen. Und vermeidet die lästige Debatte, ob der Charakter nun rollengerecht seiner Spezies entsprechend dargestellt wird...
Jup, da stimme ich dir zu. Ich bin prinzipiell der Meinung, dass alles erlaubt ist, was Spaß macht. Allerdings macht mir nur dann was Spaß, wenn es schön und stimmig gespielt wird und das ist bei genannten Charakteren sehr schwer. Ich habe da schlechte Erfahrungen gemacht ,weshalb ich nur dann einen solchen Char zulassen würde, wenn ich großes Vertrauen ins Können des Spielers legen würde.... so viel Vertrauen in der Hinsicht ist mir, im P&P, aber noch nicht unter gekommen...
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#25  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 25.06.2008, 10:01 )
Benutzerbild von USUL
Graf
Ministerialrat im Zedernkabinett
 
Registriert seit: 26.05.2008
Ort: Kreis Mettmann (NRW)
Beiträge: 77
RPG-Taler: 1.303
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von Voltan Beitrag anzeigen
Kennt ihr auch solche Figuren, die scheinbar IMMER für Ärger innerhalb der Runde sorgen???
Gibt es überhaupt solche Charaktere - ich denke Nein.

Natürlich gibt es Charaktere die (eine Menge an) Konfliktpotential besitzen, aber es kommt dann doch auf den Spieler, die Gruppe und den SL an, ob dies zum Vorteil oder Nachteil gereicht. Das Konfliktpotential muss zudem immer im Gruppen- und Abenteuer-Kontext gesehen werden, sprich man kann es theoretisch als SL im Vorfeld (teilweise) ausschließen. [Abenteuer:] Wenn ich in einer Zwergenstadt spielen will sollte z.B. keiner der SC die Schwäche: Hass gegen Zwerge besitzen, an Klaustrophobie leiden, etc. [Gruppe:] und wenn ich einen Priester in der Gruppe habe sollte es dort keinen Hexer/Halbdämonen oder dergleichen geben. Schwächen wie Egoist, Einzelgänger, Raufsucht, etc. sind auch nicht wirklich förderlich für den Gruppenzusammenhalt ...
Doch selbst mit solchen Konfliktpotential sind die SC nicht wirklich dazu verdammt Ärger zu machen, vielmehr kommt es darauf an, wie der Spieler, die Gruppe und der SL damit umgehen.

Darum denke ich es gibt - an und für sich - keine Charaktere die IMMER für Probleme sorgen, sondern nur:

SC mit Konfliktpotential und/oder Spieler mit Konfliktpotential

wobei man hier eigentlich noch unterscheiden müßte zwischen "Absichtlichem" und "Unabsichtlichen" Konfliktpotential.
Spieler mit unabsichtlichen Konfliktpotential sind meist nur unerfahren oder harmonieren nicht mit der Gruppe/dem SL, während jene die es darauf anlegen oftmals richtige "Problemspieler" sind, deren einzige Lebensaufgabe im RPG anscheinend darin zu bestehen scheint Ärger zu verursachen und sich daran zu ergötzen ...
Charaktere mit unabsichtlichem Konfliktpotential sind z.B. auf die Gruppe und das Einstiegsabenteuer ausgerichtet, verursachen aber durch bestimmte Gruppen oder AB-Veränderungen Ärger [Der Zwergenhasser der sich auf einmal gezwungen sieht mit Zwergen zusammenzuarbeiten]. SC mit absichtlichen Konfliktpotential haben soviele Ecken und Kanten, dass sie (fast) immer und überall Probleme machen (Extreme Fanatiker, Egomanen, ...). Doch auch dies ist nicht unbedingt ein Problem, wenn Spieler, Gruppe und SL damit umzugehen wissen, kann es sogar sehr belebend und klasse sein.
Kommen jedoch SC mit absichtlichzen Konflicktpotential und Problemspieler zusammen, :help_1
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#26  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 25.06.2008, 15:35 )
Benutzerbild von Luzifer
Streuner
 
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RPG-Taler: 11.852
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von Albero Beitrag anzeigen

...
Aber es sollte jedem Spieler und jedem Spielleiter klar sein, dass ein Praios-Geweihter in einer Gruppe nichts verloren hat, die es sich zum Ziel gemacht hat, das mächtigste und reichste Verbrecher-Syndikat Aventuriens zu werden...

Beim Thema unbeliebte oder schwer zu spielende Helden kommen grundsätzlich die unbeliebten Praios-Geweihten ins Gerede.
Es kommen dann viele Argumente a la:
- Ich kann mich nicht so frei entfalten.
- Ich muss aufpassen was ich sage.
- Ich bin eingeschränkt in der Wahl der Möglichkeiten, etc.

Irgendwie will jeder immer mehr der "dunklen Seite der Macht" angehören und sich da austoben. Ist ja ok. Aber die meisten vergessen oft, dass es eigentlich Usus ist, sich an Gesetze zu halten und den Göttern gefällig zu sein (und nicht nur Phex allein).

Ich denke daher kommt in diesem Beispiel immer sehr viel Konfliktpotential mit an den Spieltisch.


Zitat:
Die Spielbarkeit eines Charakters dürfte nicht vom Ort abhängen... will ein Held einen Achaz spielen und ist die Gruppe damit einverstanden, so muss der Meister das berücksichtigen!
Das dürfte vielleicht hin und wieder klappen, aber von der Stimmigkeit der Welt müsste man dann aber schon ein wenig abrücken.

Wenn ich einen Achaz spielen will, dann gibt es genug Möglichkeiten das in Selem oder Brabak zu tun.
Orks kann ich im Svelltal unterbringen, hab dann aber nie das gemeine Volk auf meiner Seite - und wer hat schon je von Ork- und Goblinhelden im Aventurischen Boten gehört, die die verlorenen Kinder des Bauerndorfes dem bösen Schwarzmagier entrissen haben... :attacke:flamenstrahl





Ewige Diskussionen am Spieltisch unter den Helden nerven (mich zumindest) unglaublich. Am Anfang macht es ja noch Spaß sich ein wenig gegenseitig anzufetzen und es kommen schöne Gespräche zu stande. Aber wenn der Rastullahgläubige sich zum 17ten Mal mit der Amazone um das Verständnis der Frau im Kampf gekabbelt hat, dann wird es langweilig.

Also sehe ich es eher so:

Es gibt keine unspielbaren Helden, sondern nur unspielbare Heldengruppen.


Für den Rest kann der Meister und die richtige Örtlichkeit sorgen.
__________________
Si tacuisses, philosophus mansisses.
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#27  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 25.06.2008, 16:56 )
Benutzerbild von Albero
Bürger
 
Registriert seit: 22.06.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 90
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von Luzifer Beitrag anzeigen
Beim Thema unbeliebte oder schwer zu spielende Helden kommen grundsätzlich die unbeliebten Praios-Geweihten ins Gerede.
Praios-Geweihte sind wie schwarzmagische Dämonologen so unglaublich polarisierend.

Zitat:
Es kommen dann viele Argumente a la:
- Ich kann mich nicht so frei entfalten.
- Ich muss aufpassen was ich sage.
- Ich bin eingeschränkt in der Wahl der Möglichkeiten, etc.
Nenne mir einen Charakter, bei dem sich ein Spieler vollkommen frei nach seinem Gusto entfalten kann, nicht aufpassen muss, was er sagt und nicht in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird...

Jeder Charakter hat auf die eine oder andere Art seine Einschränkungen. Schwierig ist es immer mit Charakteren, die extreme Positionen vertreten. Seien es Geweihte von Praios oder Tsa, um zwei Beispiele hier zu nennen. Oder seien es Hexen, die immer festen Boden unter den Füßen haben müssen, um zaubern zu können. Bei den Hexen könnte ein Spieler ja genausogut sagen, dass das ja doof sei, weil es ihn in seinen Möglichkeiten einschränke und er doch lieber die magische Luftkavallerie spielen will. Dann sollte er vielleicht doch einen Brabaker Dämonologen spielen und sich auf die Beschwörung von Karakilim spezialisieren und dazu noch den Ignisphaero lernen oder zumindest, wie er Molotow-Cocktails aus leicht zerbrechlichen Tonkrügen bastelt....
Aber auch damit wird er nicht überall seine Freude haben, denn die Stadtgardisten würden ihn wahrscheinlich gerade im östlichen Mittelreich, das noch nicht zu den Schwarzen Landen gehört, ziemlich schnell mit ihren Armbrüsten vom Himmel holen...

Polarisierende Extreme können interessant sein. Das daraus resultierende Konfliktpotential, sei es nun innerhalb der Gruppe oder mit der Spielwelt, mag auch eine Weile rollenspielerisch interessant sein. Doch Wiederholungen gefallen nicht immer und Du schon richtig sagst: Irgendwann werden die ewiggleichen Diskussionen tierisch langweilig.

Genauso wie ich es meinen Mitspielern im Zweifelsfalle erspare, zum X-ten Mal einem NSC von der Rückkehr Borbarads zu erzählen und wie böse, böse doch diese Bedrohung ist und dass man doch etwas gegen ihn unternehmen müsste. OK, mittlerweile tobt der Tobrienkrieg und da erübrigt sich so manches, aber auch hier gilt: Wiederholungen gefallen nicht immer und bringen nichts Neues.

Zitat:
Irgendwie will jeder immer mehr der "dunklen Seite der Macht" angehören und sich da austoben. Ist ja ok. Aber die meisten vergessen oft, dass es eigentlich Usus ist, sich an Gesetze zu halten und den Göttern gefällig zu sein (und nicht nur Phex allein).
Nun, meine Spieler halten sich für gewöhnlich an die Gesetze. Und wenn sie es nicht tun, so bekommen sie die Konsequenzen zu spüren. Haben sie das letzte Mal erst bei "Unter dem Adlerbanner" gehabt
Meisterinformation:
, wo sie mehr oder weniger freiwillig zu Hochverrätern und Staatsfeind Nr.1 wurden, weil sie das Staatssiegel geklaut hatten. Auch wenn die Phexgeweihte sich da sehr, sehr phexgefällig verhalten hatte.


Wenn meine Spieler mal so aus tiefstem Herzen böse Charaktere spielen wollen, dann greifen wir zu In Nomine Satanis. DSA ist für uns trotz aller Entwicklungen im Metaplot immer noch irgendwie der Inbegriff des "Guten Helden".
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#28  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 28.06.2008, 15:08 )
Benutzerbild von Luzifer
Streuner
 
Registriert seit: 06.06.2008
Ort: Mainhausen
Beiträge: 200
RPG-Taler: 11.852
AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von Albero Beitrag anzeigen
DSA ist für uns trotz aller Entwicklungen im Metaplot immer noch irgendwie der Inbegriff des "Guten Helden".
Sehe ich genau so.

Aber bei freier Entfaltungsmöglichkeit kommen bei geneigten Rollenspielern doch immer unerfüllte Triebe zum Vorschein.
Hat das schon mal jemand tiefenpsychologisch analysiert?!?! :frage_2

Wollte auch nur sagen: Gesetzte werden liebend gerne gebrochen, um einen guten Zweck zu erfüllen. Da haben die wenigsten Spieler bisher wirklich schlechte Gewissen gehabt. Macht ja aber auch Spaß

Zitat:
Zitat von Albero Beitrag anzeigen
Nenne mir einen Charakter, bei dem sich ein Spieler vollkommen frei nach seinem Gusto entfalten kann, nicht aufpassen muss, was er sagt und nicht in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird...
Äh, Borbarad?

Natürlich sind alle in gewisser Weise Eingeschränkt. Mir geht es aber mehr um die Art und Weise. Geweihte allgemein haben mehr Kodices zu beachten, als ein normaler Bürger. Wenn sich dieser Bürger dann noch lockerer im Verhältnis zu Staat und Göttern sieht - was bindet ihn dann noch? Die Angst erwischt zu werden, vielleicht.

Oder anderes Beispiel. Der komplett gleiche Magier mit gleichen Werten etc. würde einmal der weißen und einmal der grauen oder sogar schwarzen Gilde angehören.
Er wäre im ersten Fall ziemlich in der Entwicklung mit klaren Verboten umhüllt. Die anderen beiden wären da um einiges lockerer.

Wobei jetzt keiner unspielbar wäre.

Was ich ausdrücken möchte ist, dass man es sich häufig schwieriger macht, wenn man den helleren Weg nimmt. (Wurde ja zur Genüge in Film und Fernsehen auch schon demonstriert)
__________________
Si tacuisses, philosophus mansisses.
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#29  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 24.07.2008, 09:13 )
Benutzerbild von bolthano
Neubürger
 
Registriert seit: 18.07.2008
Beiträge: 17
AW: Unspielbare Helden?

Meiner Meinung nach gibt es keine unspielbaren Helden. Es gibt höchstens Helden die schwer mit einem bestimmten Kontext in Einklang zu bringen sind. Ein erfahrener Spielleiter findet normalerweise immer Möglichkeit um auch Extreme einzubauen, oder?
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#30  
AW: Unspielbare Helden? (Alt 24.07.2008, 10:11 )
Benutzerbild von sonic_hedgehog
Herzog
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AW: Unspielbare Helden?

Zitat:
Zitat von bolthano Beitrag anzeigen
Ein erfahrener Spielleiter findet normalerweise immer Möglichkeit um auch Extreme einzubauen, oder?
Da bin ich nicht so sicher: Der Spielleiter ist da schon sehr auf die Mithilfe des Spielers angewiesen. Nehmen wir an, das Spielleiter plant eine Kampagne im Horasreich - mit viel gesellschaftlicher Interaktion, höfischem Parkett, Intriegen, etc. pp. Wenn sich nun aber einer der Spieler dazu entscheidet, einen dieser Ferkina-Viertelmagier Barbaren zu spielen, so kann sich der Spielleiter noch so verbiegen - dieser Charakter passt nicht in eine höfische Horasreichkampagne.

Damit sind wir natürlich wieder bei dem Punkt, dass es keine per se unspielbaren Charaktere gibt, nur nicht passende. Das aber kann man nur abschätzen, wenn man vorher weiß, welcher Art die zu spielende Kampagne ist. Wenn man eine Gruppe basteln möchte, mit der man über die nächsten Jahre alle Abenteuer erleben möchte, die dem SL so über den Weg laufen, dann wird das schwierig.

Interessanterweise kann ich mir einen horasischen Stutzer (der perfekt für o.g. Kampagne wäre) auch sehr gut auf Wildnisreise durch den Raschtulswall (dem Terrain für den Ferkina schlchthin) vorstellen, meckernd, ständig um sein Aussehen bemüht, aber innerlich schon in freudiger Erwartung, welch dummes Gesicht Esquirio XY ob seiner Erlebnisse machen wird (bereinigt um den Dreck,...)
Der horasische Stutzer ist also universeller einsetzbar als der Ferkina.


An der Stelle komme ich auch auf DSA, das System für klassische Helden zurück: Auch wenn sich die Heldenerschaffung zur Charaktererschaffung gemausert hat und die Charaktere deutliche Grautöne bekommen haben - der klassische Held ist in eine aventurische Gruppe wesentlich leichter zu integrieren als dunkler gefärbte Charaktere. Projiziert auf die Frage nach unspielbaren Helden: Je weiter sich ein Charakter vom Archetypus des Helden entfernt, desto weniger universell ist er mMn in DSA einsetzbar. Ich weiß nicht, ob man das bedauern muss, da es andere Systeme mit schmutzigeren Welten gibt, aber ich empfinde da durchaus einen Zwiespalt zwischen Wunsch und Realität mancher DSA-Autoren.

Oder bin ich ein zu schlechter Rollenspieler um einen egoistischen Söldner, der ohne moralische Bedenken für Geld alles macht, realistisch in eine klassische DSA-Kampagne einzubinden?
__________________
Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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