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AW: Vorher
Weit nach Mitternacht war dann doch der Abend zu Ende und einer nach dem anderen zog sich in seine Kammer zurück. Natürlich in weiblicher Begleitung, Aradon wie immer die Arme um zwei der hübschesten Maiden gelegt. Der Wirt seufzte tief, war doch nun endlich etwas Ruhe. Das schmutzige Geschirr soll doch morgen die Alte wegräumen, dachte er noch und trank erstmal einen großen Krug schäumenden Bieres. In der linken Hand wog er das Silber mit einem stillen Lächeln ab, es war ein guter Abend. So sah er es auch vorerst seinem Cousin nach, dass dieser nicht den ganzen Abend gespielt hatte und jetzt verschwunden war.
Auch Liskolf war nicht ohne Begleitung in seine Kammer verschwunden. Und nach etlichen rahjagefälligen Spielen genoß er es, nun auszuruhen. Allzu bald holten ihn Golgaris Schwingen in einen tiefen Schlaf. Plötzlich wurde es ungemütlich, es wurde bitterkalt. Aber nicht überall, als ob man im Winter alle Fenster öffnet. Vielmehr kam die Kälte nur von einer Stelle. Sein Geist vibrierte und versuchte die Stelle zu orten. Die Beine waren es nicht, ebenso wenig bei Hüfte und Bauch. Auch mit den Armen war alles in Ordnung. Da, da war es. Nicht weit von seiner linken Wange entfernt. Oh Swafnir, es fühlte sich an, wie eine spitze Klinge direkt am Hals. Noch während er versuchte, diesen Traum abzuschütteln, erwachte Liskolf langsam. Doch die Klinge war kein Traum. Und sie wurde von Gudrun gehalten, dieser wunderbaren Frau mit den wunderbaren, vollen Brüsten. Sie saß an seiner Seite, das Messer an seinem Hals und tränenüberströmt. „Ich kann es nicht, ich kann es wirklich nicht“, stammelte sie. Blitzschnell packte Liskolf ihr Handgelenk und führte es fast mühelos zur Seite. Kannte er sie doch gut genug, als dass sie so etwas nie freiwillig getan hätte. Also entwand er ihr kurz das Messer, nahm sie in den Arm und tröstete sie. „Wir waren an der Ogermauer, haben gegen Maschinen und Dämonen gekämpft, haben in den schwarzen Landen Paktierer erledigt und nicht mal in Al’Anfa konnten sie uns stoppen. Jetzt beruhig dich schon, ist doch nichts passiert“. Langsam versiegte auch der Tränenfluss und er bekam zuerst einen Verband um die immer noch leicht blutende Halswunde. Natürlich durften sie keine Zeit verlieren, dennoch warteten die beiden bis zu den ersten Morgenstunden, um mit den Gefährten die Geschichte zu hören. Mit dem ersten Hahnenschrei schickte Liskolf seine holde Gudrun nach unten, ein Frühstück zubereiten. Er selbst übernahm die oft undankbare Aufgabe, seine Gefährten zu wecken. Aber als Thorwaler mit gut 2 Schritt Größe und einer dröhnenden Stimme ist es nicht ganz so schwer, auch die eine oder andere Tätlichkeit über sich ergehen zu lassen. Nach recht kurzer Zeit waren alle unten versammelt und Gudrun fing an zu erzählen. Eines Tages ......
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"Das Beste was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen." M. Luther |
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AW: Vorher
Na gut, da fehlt tatsächlich noch einer, denn an dem Abend mit den Waschweibern waren die Gefährten eigentlich schon zu viert. Obwohl sie dies noch nicht ahnen konnten. Doch bevor ich erzähle, wie es dazu kam, möchte ich meinem Thorwaler Freund Liskolf mal etwas lehren:
Zitat:
Lieber Liskolf, die Schwingen hat Golgari. Boron ist zu göttlich, um ihn sich auch nur annähernd irgendwie vorzustellen! Klar soweit? :neee Also hier meine Geschichte: Der Abend war schon spät. Tage war ich unterwegs gewesen, bevor ich diese Stadt erreichte. Die Kneipe zu finden war auch nicht ganz einfach. Bevor ich die Tür öffnete, dachte ich nochmals zurück. "Du hast von nun an 5 Jahre Zeit, Bruder Tufir, um zu entscheiden, ob du das schwarze Ornat wieder gegen das weiße eintauschen möchtest, oder ob Du für immer in Zivil durch die Gegend laufen willst. Ich wünsche Dir aber auch viel Glück und Borons Segen für deine Queste. Gute Jagd. Und nun geh, bevor ich mich vergesse!" - Das waren die Worte meines Mentors im Boron-Tempel zu Punin KNARZ! Leise kann man hier nicht eintreten. Obwohl bei dem Lärm von drinnen hört das eh keiner. Schnurstracks gehe ich zum Wirt und frage nach DEN DREIEN! Er deutet auf einen Tisch, an dem es hoch hergeht. Dort saßen 3 Männer und mehrere Frauen. Einer von ihnen hatte meinen Dialog mit dem Wirt bemerkt und runzelte die Stirn. Leicht in mich mich hineinschmunzelnd ging ich zum Tisch. Ich kannte die Reaktion auf mein Ornat. Ob schwarz/rot oder weiß/schwarz: es war immer dasselbe. Ein bisschen Furcht, etwas Respekt und immer Ungewissheit. Kommt er zu mir? Ein Drehen des Kopfes - SEHEN IHN DIE ANDEREN AUCH???? Was, wenn nicht? Kommt er dann an Stelle Golgaris und holt mich zu seinem Herrn??? Genau in solchen Augenblicken würden alle Golgariten gerne lachen. Aber genau dann dürfen wir es am wenigsten. Der Schein soll gewahrt bleiben. Ich stehe am Tisch, die Weiber verstummen. "Wer von Euch hat ihn getötet?" ist meine Frage. Die erwartete Gegenfrage kommt: "Wer will das wissen?" Wieder lache ich in mich hinein. "Ein Diener Golgaris!" ist die vorbereitete Antwort. Ich mag die Typen jetzt schon. Sie sind von meinem Schrot und Korn. Na ja, nachdem geklärt ist, dass dieser Hüne, Liskolf sein Name, wohl den entscheidenden Schlag führte, nestele ich das Lapislazuli Drachenschiff (das letzte, was mir von meinen Eltern blieb) von meinem Hals und überreiche es ihm. "Ich habe geschworen, dass der Henker des Mörders meiner Eltern dies bekommt!" Ungläubiges Staunen. Nach kurzem Zögern nimmt Liskolf das Geschenk an und lädt mich an ihrem Tisch ein. Es ist das erste Mal, dass ich mein Gelöbnis vergesse, was mir BORON Aber ich werde diesen Abend nie vergessen. Es war das Ende meiner Suche und der Beginn einer neuen, wundervollen Freundschaft.
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... und dann zerrissen die Mächte der Finsternis den Himmel, und Lytara, so schön, so mächtig, war nicht mehr .... - Carl A. DeWitt - Geändert von Tufir (26.11.2007 um 12:35 Uhr). |
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