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Vorher

Dies ist das Thema Vorher bei Helden Perricums als Teil vom Tagebuch der Spielgruppen.
Dieser Teil kommt eigentlich vor dem jetztigen Abenteuer, leider komme ich trotz ohne Familie nicht so oft zum Schreiben. Los ...


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#1  
Vorheriges Abenteuer (Alt 10.02.2006, 23:07 )
Benutzerbild von Gordovan
Ritter
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Vorheriges Abenteuer

Dieser Teil kommt eigentlich vor dem jetztigen Abenteuer, leider komme ich trotz ohne Familie nicht so oft zum Schreiben. Los gehts. Uns später erfahrt ihr auch, wie wir Tufir das erste Mal begegneten.

Und es begab sich in Perricum, dass die Helden Aradon, Khasian und Liskolf ausgiebig feierten. Sie freuten sich auf einen lauten Abend, ohne Pflichten, ohne Höflichkeiten, dafür mit vollem Beutel. Schon vor einigen Stunden hatten sie beschlossen, heute an nichts anderes als an Vergnügen zu denken. Die Schenke, in der sie bereits früher ausgelassene Abende verbrachten, stand noch immer. Die Helden wussten, dass man sich darauf nicht verlassen konnte, denn neu war dort nichts mehr. Dennoch war der Ort nach ihrem Geschmack, denn hier störten nicht gleich die Büttel, nur weil es etwas lauter wurde oder auch mal der eine oder andere Krug zerbrach.
Der Wirt kannte seine speziellen Freunde auch schon. So wusste er, dass sie einen erlesenen Geschmack hatten und nur starkes Bier oder guter Wein gut genug war. Manchmal kamen diese Gäste auch auf so sonderbare Ideen, wie Obst zum Frühstück haben zu wollen. Und obwohl sie lange und laut feierten, zahlten sie immer die Zeche reichlich.

Schon von weitem hörte der Wirt die bekannten Stimmen. Lange waren die Helden schon nicht mehr bei ihm gewesen. Fast schon fürchtete er, sie hätten eine andere Schänke gefunden. Denn so richtig passten sie nicht hierher, trugen sie doch stets gepflegte Waffen und Rüstung, gute Kleidung und pralle Geldbörsen. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Heute also würde wieder mächtig viel Arbeit auf ihn zukommen. Es würde sich lohnen. Diese Männer zahlten immer mit echtem Gold. Und schon stürmten sie zur Tür hinein. Der große Thorwaler, noch nicht einmal ganz im Raum, rief mit lauter Stimme: Heda, Wirt, heute gibt es nur vom Besten, aber reichlich. Schaff ran! Ihm folgten seine Gefährten, ein Moha und ein Maraskaner. Seltsam, der schnöselige Schönling fehlt ja. Was da wohl passiert ist, dachte der Wirt. Den Gedanken konnte er jetzt aber nicht weiter verfolgen, hatte er doch reichlich zu tun. Er trug ein Festgelage auf, wie es sonst hier nur selten serviert wird. Fast ausschließlich für diese Leute trug er so viel Essen und gutes Trinken auf. Bald schon war die Stimmung laut, die Kehlen nicht mehr so ausgedörrt wie noch vor wenigen Minuten. Plötzlich kam dem Wirt seine beste Idee! Sein Cousin, eigentlich ein Nichtsnutz, der viel zu oft zu ihm kam und um Essen bettelte, spielte die Laute sehr gut. Schnell holte er ihn aus der Küche, wo ihm die Köchin schon wieder etwas zu essen gab. Heute kann dieser Schmarotzer sich mal nützlich machen. Der Wirt fuhr ihn an, was er denn schon wieder hier zu suchen hätte und ob er seine Laute dabei habe. Sein Cousin nickte und ohne ihn zu Ende essen zu lassen, schleifte der Wirt ihn mitsamt seiner Laute in den Schankraum und befahl ihm, heute den ganzen Abend zu spielen. Glücklich, aber auch etwas ängstlich, vor völlig fremden Publikum spielen zu können, begann er sein Spiel. Zuerst etwas zaghaft und leise, dann jedoch immer kraftvoller. Heute spielte er fremde Weisen. Nicht die Lieder, die die armen Tagelöhner immer und immer wieder hören wollten, diese Tölpel. Plötzlich hörte er eine laute Stimme, die schrecklich falsch mitsang. Der Text kam etwas stockend und ein wenig anders. Überrascht schaute der Spielmann auf. Er schaute genau auf Liskolf, der ihn freundlich heranwinkte. „Los, komm mal etwas näher, es soll dein Schaden nicht sein“. Vorsichtig ging der Spielmann mit gesenktem Blick auf diese Gäste zu, wusste er doch nicht, was ihn erwarten würde. „Nun schau uns wenigstens an, so hässlich sind wir doch nicht! Hier, trink erstmal einen Krug Bier!“ Staunend schaute er hoch und sah in die freundlichen Gesichter der Drei. Den Krug nahm er gern, konnte er auch nur das dünne Bier seines Cousins enthalten. „Und nun ex und hopp, rin innen Kopp, wie wir in Thorwal gern sagen“ sprach dieser Hühne und stieß kraftvoll an. Natürlich durfte er eine solche Einladung nicht ablehnen und führte den Krug zum Mund. Fast verschluckte er sich, als er merkte, wie stark dieses Bier war. Ganz anders als das, was er in der Küche bekam. Dennoch trank er den gesamten Krug aus, schließlich wollte er nicht unhöflich sein. Als Liskolf seinen hungrigen Blick zu bemerken schien, schlug der Spielmann schnell die Augen zu und senkte seinen Kopf. Als er sich leise davon stehlen wollte, spürte er, wie ihn kräftige Hände fest hielten. Schuldbewusst erwartete er seine Strafe. Ehrlich überrascht schaute er auf. Ein großer Teller voll mit dampfendem Fleisch und frischem Brot stand vor ihm, auch sein Krug war wieder gefüllt. „Wenn nachher noch unsere Frauen kommen, wollen wir doch nicht, dass du vor Hunger umkippst, schöne Helden wären wir, das wohl. Alle drei Gefährten schauten gut gelaunt zu ihm. Zögernd griff der Spielmann zu. „Nicht so zaghaft mein Freund!“ Plötzlich traf ihn ein Keulenschlag im Rücken, wurde er doch angegriffen? Panisch vor Angst schaute er auf, nur um festzustellen, dass ihn kein Hammer getroffen hatte. Er erntete mitfühlende Blicke von dem Moha. „Das macht der immer so, das ist nicht schlimm. Und die blauen Flecken sind nach zwei Tagen wieder weg“, meinte er lachend. „Na wenn ihr nun mal alle so zimperlich seid, außerdem, ein kräftiger Willkommensgruß hat noch keinem geschadet“, brummte dieser Thorwaler. Bei den 12en, die sind ja wirklich so groß und stark, wie in den Sagen beschrieben. Aber ersteinmal lies es sich der Spielmann schmecken, wer weiß, wann es wieder einmal etwas gab.

So lachten, sangen und tranken die Gefährten noch einige Zeit. Die Stimmung war laut und fröhlich, aber noch war sie nicht auf dem Höhepunkt. Wissend lächelte der Wirt, als er leises Frauenlachen hörte. Wusste er doch, dass fast immer auch die Waschweiber der Offiziere den Helden noch einen Besuch abstatteten. Schon jetzt füllte er die zusätzlichen Krüge.

Da kamen sie auch schon herein. Sofort war alles andere vergessen und es gab eine herzliche Begrüßung. Kräftige Umarmungen, wilde Küsse, fröhliches Lachen und freche Griffe waren allenthalben zu sehen.
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"Das Beste was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen." M. Luther
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#2  
AW: Vorher (Alt 17.02.2006, 00:19 )
Benutzerbild von Gordovan
Ritter
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AW: Vorher

Weit nach Mitternacht war dann doch der Abend zu Ende und einer nach dem anderen zog sich in seine Kammer zurück. Natürlich in weiblicher Begleitung, Aradon wie immer die Arme um zwei der hübschesten Maiden gelegt. Der Wirt seufzte tief, war doch nun endlich etwas Ruhe. Das schmutzige Geschirr soll doch morgen die Alte wegräumen, dachte er noch und trank erstmal einen großen Krug schäumenden Bieres. In der linken Hand wog er das Silber mit einem stillen Lächeln ab, es war ein guter Abend. So sah er es auch vorerst seinem Cousin nach, dass dieser nicht den ganzen Abend gespielt hatte und jetzt verschwunden war.

Auch Liskolf war nicht ohne Begleitung in seine Kammer verschwunden. Und nach etlichen rahjagefälligen Spielen genoß er es, nun auszuruhen. Allzu bald holten ihn Golgaris Schwingen in einen tiefen Schlaf. Plötzlich wurde es ungemütlich, es wurde bitterkalt. Aber nicht überall, als ob man im Winter alle Fenster öffnet. Vielmehr kam die Kälte nur von einer Stelle. Sein Geist vibrierte und versuchte die Stelle zu orten. Die Beine waren es nicht, ebenso wenig bei Hüfte und Bauch. Auch mit den Armen war alles in Ordnung. Da, da war es. Nicht weit von seiner linken Wange entfernt. Oh Swafnir, es fühlte sich an, wie eine spitze Klinge direkt am Hals. Noch während er versuchte, diesen Traum abzuschütteln, erwachte Liskolf langsam. Doch die Klinge war kein Traum. Und sie wurde von Gudrun gehalten, dieser wunderbaren Frau mit den wunderbaren, vollen Brüsten. Sie saß an seiner Seite, das Messer an seinem Hals und tränenüberströmt. „Ich kann es nicht, ich kann es wirklich nicht“, stammelte sie. Blitzschnell packte Liskolf ihr Handgelenk und führte es fast mühelos zur Seite. Kannte er sie doch gut genug, als dass sie so etwas nie freiwillig getan hätte. Also entwand er ihr kurz das Messer, nahm sie in den Arm und tröstete sie. „Wir waren an der Ogermauer, haben gegen Maschinen und Dämonen gekämpft, haben in den schwarzen Landen Paktierer erledigt und nicht mal in Al’Anfa konnten sie uns stoppen. Jetzt beruhig dich schon, ist doch nichts passiert“. Langsam versiegte auch der Tränenfluss und er bekam zuerst einen Verband um die immer noch leicht blutende Halswunde. Natürlich durften sie keine Zeit verlieren, dennoch warteten die beiden bis zu den ersten Morgenstunden, um mit den Gefährten die Geschichte zu hören. Mit dem ersten Hahnenschrei schickte Liskolf seine holde Gudrun nach unten, ein Frühstück zubereiten. Er selbst übernahm die oft undankbare Aufgabe, seine Gefährten zu wecken. Aber als Thorwaler mit gut 2 Schritt Größe und einer dröhnenden Stimme ist es nicht ganz so schwer, auch die eine oder andere Tätlichkeit über sich ergehen zu lassen.

Nach recht kurzer Zeit waren alle unten versammelt und Gudrun fing an zu erzählen.

Eines Tages ......
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#3  
AW: Vorher (Alt 17.02.2006, 09:22 )
Benutzerbild von Tufir
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AW: Vorher

Na gut, da fehlt tatsächlich noch einer, denn an dem Abend mit den Waschweibern waren die Gefährten eigentlich schon zu viert. Obwohl sie dies noch nicht ahnen konnten. Doch bevor ich erzähle, wie es dazu kam, möchte ich meinem Thorwaler Freund Liskolf mal etwas lehren:

Zitat:
Allzu bald holten ihn Borons Schwingen in einen tiefen Schlaf.
DU KANNST WOHL BORON zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln UND GOLGARI zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln NICHT UNTERSCHEIDEN, WAS? SCHÄME DICH! WO BIST DU DENN AUF DIE SCHULE GEGANGEN? ODER HABEN DEINE ELTERN IM SUFF WIEDER ALLES VERWECHSELT, ALS SIE DIR VON DEN GÖTTERN IN AVENTURIEN zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln ERZÄHLTEN?

Lieber Liskolf, die Schwingen hat Golgari. Boron ist zu göttlich, um ihn sich auch nur annähernd irgendwie vorzustellen! Klar soweit?

:neee

Also hier meine Geschichte:

Der Abend war schon spät. Tage war ich unterwegs gewesen, bevor ich diese Stadt erreichte. Die Kneipe zu finden war auch nicht ganz einfach. Bevor ich die Tür öffnete, dachte ich nochmals zurück. "Du hast von nun an 5 Jahre Zeit, Bruder Tufir, um zu entscheiden, ob du das schwarze Ornat wieder gegen das weiße eintauschen möchtest, oder ob Du für immer in Zivil durch die Gegend laufen willst. Ich wünsche Dir aber auch viel Glück und Borons Segen für deine Queste. Gute Jagd. Und nun geh, bevor ich mich vergesse!" - Das waren die Worte meines Mentors im Boron-Tempel zu Punin zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln, nachdem ich meine Freistellung erhalten hatte, um den Mörder meiner Eltern zu jagen. Nach langen Jahren in denen ich die Kontakte meiner Brüder in aller Welt nutzte, hatte ich endlich herausgefunden, wo er sich aufhielt. Nach wochenlanger Verfolgung erreichte ich schließlich mein Ziel, nur um festzustellen, dass Andere meine Queste bereits erfüllt hatten und dieses Scheusal zu Rethon zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln, der Seelenwaage geschickt hatten. Ich bin mir sicher, dass der Herr BORON ihn nicht in seine Hallen aufnahm.

KNARZ! Leise kann man hier nicht eintreten. Obwohl bei dem Lärm von drinnen hört das eh keiner. Schnurstracks gehe ich zum Wirt und frage nach DEN DREIEN! Er deutet auf einen Tisch, an dem es hoch hergeht. Dort saßen 3 Männer und mehrere Frauen. Einer von ihnen hatte meinen Dialog mit dem Wirt bemerkt und runzelte die Stirn. Leicht in mich mich hineinschmunzelnd ging ich zum Tisch.


Ich kannte die Reaktion auf mein Ornat. Ob schwarz/rot oder weiß/schwarz: es war immer dasselbe. Ein bisschen Furcht, etwas Respekt und immer Ungewissheit. Kommt er zu mir? Ein Drehen des Kopfes - SEHEN IHN DIE ANDEREN AUCH???? Was, wenn nicht? Kommt er dann an Stelle Golgaris und holt mich zu seinem Herrn??? Genau in solchen Augenblicken würden alle Golgariten gerne lachen. Aber genau dann dürfen wir es am wenigsten. Der Schein soll gewahrt bleiben.

Ich stehe am Tisch, die Weiber verstummen. "Wer von Euch hat ihn getötet?" ist meine Frage. Die erwartete Gegenfrage kommt: "Wer will das wissen?" Wieder lache ich in mich hinein. "Ein Diener Golgaris!" ist die vorbereitete Antwort. Ich mag die Typen jetzt schon. Sie sind von meinem Schrot und Korn. Na ja, nachdem geklärt ist, dass dieser Hüne, Liskolf sein Name, wohl den entscheidenden Schlag führte, nestele ich das Lapislazuli Drachenschiff (das letzte, was mir von meinen Eltern blieb) von meinem Hals und überreiche es ihm. "Ich habe geschworen, dass der Henker des Mörders meiner Eltern dies bekommt!" Ungläubiges Staunen. Nach kurzem Zögern nimmt Liskolf das Geschenk an und lädt mich an ihrem Tisch ein. Es ist das erste Mal, dass ich mein Gelöbnis vergesse, was mir BORON zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln am nächsten Morgen auch prompt mit einem Hammmer und Amboß im Kopf vergilt.

Aber ich werde diesen Abend nie vergessen. Es war das Ende meiner Suche und der Beginn einer neuen, wundervollen Freundschaft.
__________________

... und dann zerrissen die Mächte der Finsternis den Himmel, und Lytara, so schön, so mächtig, war nicht mehr ....
- Carl A. DeWitt -

Geändert von Tufir (26.11.2007 um 12:35 Uhr).
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#4  
AW: Vorher (Alt 17.02.2006, 11:13 )
Benutzerbild von Voltan
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Beiträge: 2.746
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AW: Vorher

Liskolf & Tufir: Suuuuuuuuuuppeeeeeeeeeeeeeer !!!
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