Bei Rôshtulah - In Warunk
Nach einer kurzen Pause marschieren wir los in Richtung Warunk. Die anderen behaupten, dass es hier stinkt. Naja, von einem guten Geruch kann man hier wirklich nicht sprechen, aber dass die immer gleich einen solchen Terz wegen ein bisschen Mief machen müssen. Unterwegs treffen wir auf eine Schafherde mit Schäfer. Endlich Frischfleisch! Der arme Schäfer hat einen tierischen Husten. Da ist es ganz gut, dass wir ihm ein Schaf abkaufen. Da kann er sich dann Medizin besorgen für das Geld. Ich suche mir das beste Tier aus. Der hat vielleicht ein paar Viecher dabei: Zweiköpfige, welche mit 5 oder 6 Beinen, verletzte mit eitrigen Wunden. Er scheint auch Versuche mit den Tieren anzustellen und hat welche mit Bären oder Wölfen gekreuzt. Eigentlich ganz interessant, mur die Agressivität hat er wohl nicht in den Griff bekommen. Ich töte mein Schaf und will es schön ausbluten lassen. Die anderen sind jedoch dagegen soviel Zeit in die Rast zu investieren. Also schneide ich mir die Lende und den halben Schinken raus und überlasse den anderen den Rest. Meine Portion esse ich dann während des Marsches.
Kurz vor dem Dunkelwerden, eigentlich sollte ich sagen "dunkler werden", so wie das Wetter hier ist, erreichen wir die Stadt. Der Weg zum Tor ist mit Mensch- und Tierschädeln "gepflastert". Gefällt mir. Hier scheinen die Kurgar und Schamanen das Sagen zu haben. Falls ich mal in mein Dorf zurückkomme, werde ich dem Häuptling den Vorschlag machen, dass wir unseren Weg zum Tor genauso gestalten. Obwohl ...., wen man die Schädel nicht zertreten will, muss man dann neben dem Weg gehen. Ist ja eigentlich doch unpraktisch. Am Tor macht mich so eine Statdwachentype blöd an. Obwohl ich brav den Spuch "Blut und Seelen für Rhazzazzor" sage, will der noch mehr. Khasian gibt ihm Gold. Ich hatte schon überlegt, ob ich ihm vielleicht den Kopf seines Kollegen geben soll. Dann hätten beide ihren Beitrag zur Wegpflasterung leisten können. Naja, so geht's auch. Ich habe ohnehin bereits wieder Hunger.
In der Stadt stinkt es noch mehr. Das muss sogar ich zugeben. Denen würde ein Regenguss mal gut tun. Khasian wird dabei sogar schwindlig. Diese Maraskaner scheinen nix auszuhalten. Er murmelt etwas von Visionen. HA! Der Weichling. Unser Schamane hat gar nix getan. Das habe ich genau gesehen. Visionen! Pah! Der könnte ruhig zugeben, dass ihm nur der Geruch zusetzt. Auf jeden Fall gehen wir in eine Kneipe. Dort essen wir etwas und fragen nach dem Weg. Am Ende will der Wirt 'ne Menge Goldstücke. Ich hätte ja bezahlt, aber Aradon sagt, dass wäre zu teuer. Ich schüttele den Burschen solange, bis die Zahl, die er nennt von Aradon für OK gehalten wird. Das bekommt er dann auch. Wir sind ja schließlich keine Betrüger und ich merke mir, wie man das machen muss. Ich muss aber Aradon noch fragen, wie man den richtigen Betrag herausbekommt.
Am Ende des erfragten Weges erreichen wir wieder eine Kneipe. Klasse! Da bekomme ich bestimmt noch mehr zu essen. Die andere Portion reichte ja gerade, um das obere Drittel meiner Speiseröhre zu füllen. Hier riecht es auch besser. Irgendwie müssen wir jedoch in den Keller. Warum habe ich nicht mitbekommen. Dieser Hunger schränkt irgendwie meine Sinne ein. Unten werden wir von Armbrustschützen empfangen. Diese Feiglinge! Wenn ich jetzt meinen Hunger nicht in den Griff bekomme, gibt es ein Blutbad. Aber da wird es auch schon interessant. Diese Typen scheinen nämlich Kurgar zu sein, was mir etwas später auch bestätigt wird. Und wisst ihr, was das Beste ist? Da gibt es sogar weibliche Kurgar!!!! Die gab es in meinen Dorf seit 200 Sommern nicht mehr, sagt mein Großvater. Toll! Vielleicht kann ich mit einer von denen meinen eigenen Clan gründen. Das wäre was! Als sie mich auffordern, mich auszuziehen, kann ich den Verdacht nicht leugnen, dass die ähnliches vorhaben. Ich stelle mich dann richtig in Positur. Vielleicht wird das ja was.
Eine der weiblichen Kurgar scheint seht stark an unserem Schamanen interessiert zu sein. Sie wirft sogar ein Messer nach ihm. Das sieht mir doch stark nach einer hiesigen Liebeserklärung aus. Bei uns im Dorf hätte sie ihm mit dem Zebuquah angegriffen. Das muss ich Esperjo unbedingt noch erklären. Er und ich mit zwei weiblichen Kurgar. Das wäre der perfekte Grundstock für einen starken, eigenen Clan!! Irgendwie klappt das auch mit dem Freundschaft schliessen. Khasian, Liskolf und Aradon scheinen einen der anderen Kurgar zu kennen. Und zwar den, der immer so einen bösen Ton im Text drauf hat. Der sagte auch in meine Richtung, dass er noch zu mir kommen würde. Soll er nur. Ich werde ihm schon erkläeren, dass ich noch eine Familie gründen will und keinen warmen "Bruder" brauche. Der soll auf seiner Seite der Berge bleiben. Der hat bestimmt auch schon Kinder. Ich muss das noch erledigen in meinem Leben. Und dazu brauche ich erstmal eine Frau bevor ich mir einen Bruder zulege. So will das die Natur nun mal.
Auf jeden Fall bekomme ich jetzt etwas zu essen und wir dürfen hier auch übernachten. Mann bin ich müde. Und gut, dass dieser Kurgar, Raul heißt er, mir jetzt doch vom Leibe bleibt.
Gääähnnn, jetzt schlafe ich erst einmal. Morgen schaue ich mir die weiblichen Kurgar mal näher an. Aber bis dahin .... Gute Nacht Kameraden!!
Und nicht vergessen: Ich heiße Shinmashaq und ich bin Kurrrgarrr!
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