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Wie wäre es mit einem Leitfaden .....Dies ist das Thema Wie wäre es mit einem Leitfaden ..... bei FAQ & allg. Themen als Teil vom LARP. |
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AW: Wie wäre es mit einem Leitfaden .....
Da gibt es kein Universalrezept (da sind sich Integra und ich sogar mal einig
). Larp hat einfach zu viel mit dem Charakter des Spielers zu tun um über den Kamm geschoren zu werden. Das hängt von deinen Vorlieben ab. Den goldenen Schnitt gibt es nicht. Tipps aber jede Menge.Klein-Zylerath hat so angefangen: Zunächst hat er sich von Integra dazu begeistern lassen mal auf ein Larp zu gehen, ich denke so ist das bei sehr vielen Larpern. Von allein kommt man auf sowas verrücktes nicht. Die erste Frage die sich dann stellt ist: Was will ich spielen? Zunächst einmal kann ich da jedem empfelen sich das DragonSys Regelwerk anzuschaffen. Davon gibt es, sowei ich informiert bin das Grundregelbuch, Zauberbuch, Kräuterbuch und, und, und... Die Grundregeln und das Zauberbuch genügen aber. Es lohnt sich beides mal gelesen und verstanden zu haben. Das gibt einem einen guten Einstieg in die Materie. Wenn man die Bücher gelesen hat kann man sie getrost ins Regal stellen und verstauben lassen. Die Regeln an sich kann man in der Pfeiffe rauchen. Zurück zum: "Was bin ich?" Bei einem Regelwerk nach DKWDDK (Du Kannst Was Du Darstellen Kannst) war das für mich ganze einfach. Zwerge, Halblinge und Gnome fallen da schon mal weg. Es gibt keine 1,95M großen Vertreter dieser Rassen. Bleiben also von den normalen Rassen noch Elfen, Menschen und diverse Mischwesen. Um mich da festzulegen habe ich mir überlegt was ich sonst noch so darstellen kann. Da ich damals noch keine Ahnung vom Kämpfen hatte fiel der Krieger schonmal flach. Vom Klauen habe ich da auch noch nicht so viel gehalten also war der Dieb auch gegessen. Da ich kein Instrument spielen kann war auch der Barde nicht drin. Was ich kann ist Unsinn erzählen und singen. Die Wahl fiel also auf irgendeinen magischen Charakter. Ich habe mich für einen Priester entschieden. Die müssen sich keine magiewissenschaftlichen Theorien ausdenken "warum" etwas klappt was sie zaubern, der Gott macht das schon. Im nachhinein mus ich sagen, das war eine ganz schlechte Wahl. Magie auf Larps ist immer kompliziert, schwer darzustellen und nicht gerade spielfördernd. Hat mir damals aber keiner gesagt und ich hätte auch nicht drauf gehört ![]() Ich war damals recht schlank, Elfen sind lustig, also sollte es ein Elf werden. Spitze Ohren+passenden Klebstoff bekommt man in jedem Larpgeschäft. Schwieriger war da schon die Gewandung. Ich habe eine Bekannt davon überzeugen können mir eine Robe zu schneidern. Besser ist natürlich man hat eine Mutter, Oma, Schwester, Frau, Freundin die sowas kann. Oder, noch besser, man kann es selbst! Sowas gibts aber auch zu kaufen, wenn man genug Geld hat. Dann habe ich mir eine Waffe geliehen, mir ein paar Kräuter, Mullbinden und sonstigen Zauberfirlefanz in eine Tasche gepackt und bin aufs Larp marschiert. Also zu den Fragen Wo beginne ich? Kauf dir Lektüre und lese sie. Dann hast du schonmal einen groben Einblick in das Geschehen und kannst dir überlegen ob das das richtige für dich ist. Gleichzeitig kannst du dir von Freunden und bekannten was übers Larp erzählen lassen. Wenn die Geschichten dich interessieren ist das ein guter Anfang. Wie beginne ich? Am einfachsten ist du suchst dir einen Gruppe von Leuten die schon Larpen oder Larpen wollen und gehst mit denen gemeinsam auf ein kleines Con. Zum reinschnuppern. Wenn man alleine auf ein Con geht muss man sich immer erst eine passende Gruppe suchen und das ist nicht immer einfach. Wie gestalte ich meinen Charakter? Anders als im Pen&Paper muss man auf einem Larp den Chrakter den man spielen will selbst darstellen. Daher muss man sich schon bei der Wahl der Rasse gedanken darum machen was man darstellen kann. Ein 1.50M großer Oger ist genauso lächerlich wie ein 1.90M großer Zwerg. Ähnlich ist es bei der Wahl des Berufs. Um einen Ritter darstellen zu können benötigt man eine gute Rüstung, ein Schild das passende Auftreten und am besten noch Gefolge. Dazu muss man verdammt gut kämpfen können. Das alles hat man am Anfang nicht. Ich rate daher dringen für den ersten Charakter nichts hochtrabendes ins Auge zu fassen. Sucht euch eine lustige Rasse aus, die ihr verkörpern wollt und spielt einen "Abenteurer" irgendeinen Kerl der keinen Bock mehr hatte Zuhause rum zu sitzen, sich ein Schwert gekauft hat und jetzt das große Abenteuer + Geld sucht. Der kann auch ein wenig magisch sein, man muss ja nicht gleich zaubern wie ein Verrückter. Diese Charaktere sind sehr einfach zu spielen, folgen keinem Kodex und man stellt keine externen Anforderungen an ihr Rollenspiel. Kann man spielen wie es einem in den Sinn kommt. Und das beste ist, der Charakter kann durch Rollensiel noch immer zum Ritter oder Hochmagier werden, wenn man lange genug Lust hatte ihn zu verkörpern. SC vs. NSC Als SC verkörpert man einen Charakter den man sich selbst ausgesucht hat und das die ganze Zeit über. Als NSC hat man meist die Wahl zwischen einem Springer-NSC und einem Festrollen-NSC. Der Festrollen-NSC ist fast ein SC bis auf die Tatsache das die Rolle des NSC von der SL bestimmt wird man das notwendige Hintergrundwissen für den Charakter und meist sogar ein paar Ausrüstungsgegenstände bekommt. Für den Anfang eine ganz gute Wahl. Lasst euch eine nicht allzu schwierige Rolle geben und spielt einfach drauf los. Die SL kann euch helfen, wenn etwas schief geht. Springer-NSC sind die Monster im Wald, die Orkhorden und die restlichen Bösen die immer wieder auftauchen um umgemoscht zu werden. Man darf Spieler verprügeln und muss sich nicht viele Sorgen ums Rollenspiel machen. Meist ist der Charakter sowieso nur dafür da um umgehauen zu werden. Ich halte das für eine ganze schlechte Wahl für das erste Larp. Vermittelt den falschen Eindruck und Leuten die es nicht können eine Latexwaffe in die Hand zu drücken und auf die Spieler losrennen zu lassen ist sehr gefährlich. Hebt euch das für später auf. Fallen und Hinkefüße Nicht etwas darstellen wollen was cool ist aber von der Ausrüstung oder dem Können her nicht dargestellt werden kann (Ritter, Hochmagier etc). Fangt klein an. Groß wird man ganz schnell. Larp hat nur wenig mit Fantasie zu tun. Wenn man im Pen&Paper sag "oh, die könnten Nachts angreifen, lasst uns Wachen aufstellen" ist das ok im Larp heisst das dann tatsächlich das da irgendwelchen armen Teufel die ganze Nacht wache schieben müssen. Wenn es regnet, wird man nass. Wenn es kalt ist, friert man. Kann romantisch oder frustrierend sein. Das Spielerlebniss ist aber intensiver. Vorsicht vor: "Der Outtimeblase" Sobald das Spiel beginnt ist der Charakter "intime" und das meist 24h am Tag. Versucht immer intime zu bleiben. Dazu gehört auch abens am Lagerfeuer nicht über die Simpsonsfolge von vorgestern zu philosophieren. Damit macht man sich meist keine Freunde und verdirbt die Stimmung. Wichtiger als alles andere? Die richtigen Leute die Ahnung haben und das richtige Con. Denn hat es dich einmal gepackt, hast du verloren ![]() |
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Klasse und ausführliche Antwort, Zylerath. Auch das eigene Beispiel zu bringen, ist mehr wert als alles andere! Das kann man glatt so wie es ist als Leitfaden verwenden. Bewertung meinerseits ist erfolgt! Danke!
Gruß Tufir
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"Versprich mir, dass - welchen Weg im Leben du auch einschlägst - du immer zu dir selbst stehen wirst." - Yu Shu Lien aus "Tiger and Dragon" |
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AW: Wie wäre es mit einem Leitfaden .....
Jep. Da kann man kaum noch was hinzufügen.
Nur zwei Sachen möchte ich noch loswerden: Ich würde keinem Larp-Anfänger empfehlen, einen NSC zu spielen. Man beraubt sich dadurch des Zaubers der ersten LARPs - wenn man gleich hinter die Kulissen guckt und die ganze Zeit mit gestressten SL's und Orgas zu tun hat, geht eine Menge Stimmung verloren. Das kann man sich auch für später aufheben. Für die P&Pler gefährlich: so genanntes "Telling": Man fängt an, etwas zu beschreiben, was man tut und der andere gefälligst sehen soll. Das sollte man unbedingt vermeiden. Im P&P ist das sinnvoll, da der Mitspieler nicht sehen kann, was ich gerade tue. Im LARP hingegen ist es überflüssig und störend. Magier und ähnliche Charaktere können jedoch versuchen, das in gelehrtes Gebrabbel umzuwandeln. |
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