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#11
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| Ich hab mit Seppo ja schon über das Thema gesprochen. Das sind extrem dünne Fäden, die selbst durch den dicksten Stoff gehen. Selbst Laborkittel stellen da kein zu großes Hinderniss dar. Da hilft dann nur, vernünftig mit nem geeigetem Harz aushärten... Ich habe heute im Internet etwas rumgelesen. Es muss wohl tatsächlich möglich sein, Rüstungen nach dem Papercraftprinzip mit speziellen Matten herzustellen, und diese dann mit Epoxidhartz zu festigen. Die Materialien soll es in Baumärkten und Autowerkstätten geben. So verarbeitet sollte es dann auch keine Probleme mehr mit der Haltbarkeit geben... MfG, SoulReaper
__________________ "Grimmetaten erwachet. Auf zu Zorn, auf zu Verderben und blutig Morgen. Auf, Eorlingas!" -König Théoden von Rohan | |||||
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#12
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| Wobei, wenn ihr von derselben Kohlefaser sprecht wie ich, nämlich der die man an Rennwagen verbaut, so ist das Zeug iirc sehr teuer! Dann könnte man wohl auch wieder auf geschmiedetes Material zurückgreifen - Alulegierungen sind auch leichter als Stahl.
__________________ Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben. | |||||
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#13
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| Leider hat Alu das Problem, dass es alles ruck-zuck schwärzt. Wenn man Handschuhe und dunkle Klamotten trägt ist das kaum ein Problem, aber sobald man helle Klamotten an hat, dann sind diese binnen eines Tages bereits grau und ein weiterer Tag lässt sie schon sehr dunkel erscheinen. Das liegt an der dummen oxidationseigenschaft von Alu, was zwar nicht dazu führt das es dir weg rostet, aber dafür überall Staub hinterlässt. Ich persönlich kann das nicht ab, aber wer damit kein Problem hat, der kann sich in die Richtung ruhig mal schlau machen. Was Kohlefasern angeht kenne ich mich nicht wirklich aus, kann aber nur mal fragen: Wie sieht das mit dem brechen aus? Ich habe mal gesehen wie ein Pfeilschaft aus Kohlefasern gebrochen ist und dabei die Hand eines Spielers perforiert hat(sah echt übel aus). Kann das dann auch mit solchen Rüstungen passieren? Oder verhindert das Harz so etwas? Oder neigen Kohlefasern gar nicht dazu und der Pfeil bestand in Wirklichkeit aus einem anderen Fasermaterial? Eine Alternative ist natürlich auch der Linothorax, der aus Leinen besteht, die mit Leim ausgehärtet werden(ähnlich den japanischen Papierrüstungen) und in etwa genauso Stabil. Was das Thema Platte von der Stange angeht, kann ich Integra leider nur zu stimmen.
__________________ Sollen wir sie erst zerhackstücken und dann schaschlicken, oder erst schaschlicken und dann zerhackstücken? | |||||
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#14
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| Bei den Eigenschaften von Kohlenfasern müsste sich Seppo nochmal melden, der hat mit sowas gearbeitet und mehr Ahnung von dem Zeug.^^ Ich hatte die nur speziell erwähnt, weil ich glaube, dass sie sich nach dem selben Prinzip verarbeiten lassen könnten, wie das Papier bei papercraft Rüstungen. Je mehr Rüstungen mir von Devianart gezeigt werden, die "gecraftet" wurden, desto toller finde ich das Prinzip. Und wo Meister 2.1b dieses Linothorax genannt hat, könnte man nicht das Grundgerüst ganz klassisch bauen und dann darauf diesen Leinenstoff legen und ihn so in Form aushärten lassen? MfG, SoulReaper
__________________ "Grimmetaten erwachet. Auf zu Zorn, auf zu Verderben und blutig Morgen. Auf, Eorlingas!" -König Théoden von Rohan | |||||
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#15
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| Also, ich darf hier jetzt ja keine genauen Werte und sowas schreiben, da das ganze immernoch unter "Verschwiegenheit am und über den Arbeitsplatz" fällt, aber ich kann sagen, was die groben Eigenschaften sind. In dem Betrieb in dem ich arbeite werden Spulen mir Kohlefasern hergestellt, die aus mehreren Tausend Mikrofibrillen bestehen. Je nach Material können einige Fibrillen unter die Haut kommen und da ziemlich jucken, jedenfalls solange der Mist unverarbeitet ist. Die Fasern können dann zu Platten gepresst oder mit einer Art Webstuhl verwoben werden. Dazu werden Epoxitharze gebraucht. Verarbeitet und ausgehärtet (so bei 120-180°C ist das Beste^^) hats es ein besseres Elistizitäsmodul als Stahl (einfach mal googeln, will das jetzt hier nicht ausschreiben, wie das gemessen wird und was das ist) und bricht erst bei einer Zugkraft von mehreren tausend Gigipaskal. Was die Frage von Meister 2.1b angeht: Ich weiß nicht, obs ein Kohlefaserpfeil war und wie der gesplittert hat. Könnte ja auch Fiberglas gewesen sein oder was ganz anderes. Ich benutze immer nur Holz oder Bambuspfeile^^. Aber um ein paar alltägliche Beispiele für die Anwendung von Kohlefasern zu geben: Flugzeuge, Autos und Boots sind ja klar, aber ebenso gehören dazu Tennisschläger, Skier und Skistöcke, Snowboards und Billardstöcke (ich weiß, die heißen Köhs, aber ich hab grad voll verpeilt, wie die geschrieben werden). Waffen oder Munition würde ich da jetzt nicht draus machen, auch keine Helme, falls doch mal was splittert. Ich würde aber sagen, dass bei Schilden und Rüstungen es durchaus möglich und machbar ist, die mit etwas Kohlefasern zu verstärken. Es muss ja keine fingerdicke Schicht sein, es reichen mit dem richtigen Harz schon ne Schicht von 1-2mm (!!!) an den richtigen Stellen. Daher denke ich nicht, dass die Splittergefahr sehr groß sein wird. Und die Gefahr, dass etwas kaputt geht und splittert, ist auch bei anderen Rüstungen gegeben. Habe in dem Zusammenhand etwas von Holzrüstungen und holzverstärkten Rüstungen gehört, weiß nur nicht, inwieweit das richtig oder regelkonform ist. Soviel dann erstmal von mir, ich hoffe, ich konnte weiterhelfen. MfG Seppo
__________________ "My battle cry is for nobility, honor and a deceased yet no longer forgotten people." "Mine is for Ponies." | |||||
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#16
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| Off-Topic: Da ich die Dinger nicht herstelle, weiß ich leider nichts genaues über die Art der Herstellung von Pfeilschäften - da ich sie aberseit Jahren benutze, weiß ich dass es neben Holz und Fiberglas für den Sportbereich hauptsächlich Aluminium, Aluminium-Carbon-Legierung und Carbon (rein?) Schäfte verwendet werden. Holz mWn aber nur im traditionellen Bereich und Fiberglas kenne ich nur aus Vitrinen, weil es sauschwer ist. Alu, Alu-Carbon und Carbon sind besser, da die Schäfte recht stabil und vor allem leicht sind. Alles mit Carbon ist dünner als Aluhohlschäfte, was besser von den Flugeigenschaften ist außerdem verbiegen sich die Carbonmaterialien nicht, wenn sie auf Winderstand treffen. Dafür splittern sie - und zwar übelst. Ich weiß ja nicht, wie bei LARPS so das Sicherheitsdenken ist - aber einen Spieler der mit anderen Materialien als Holzpfeilen mit großer stumpfer Gummispitze auftaucht (und so Pfeile gibt es in fast jedem Bogensportgeschäft), den würde ich ja ausschließen. Es ist ja vielleicht ganz nett, mit Holzstangen aufeinander einzuprügeln - bei Geschossen hört der Spaß aber auf. Integra meinte mal, dass bei den von ihr besuchten LARPS jeder Spieler damit klarkommen muss, dass zur Probe mit seiner Waffe auf ihn geschossen wird. Ich sehe nicht, wie solche Verletzungen wie die geschilderten entstehen können, wenn die Waffen unter diesen Prämissen hergestellt werden. @Alu: Stimmt, das färbt übel ab und Eloxieren dürfte sich nicht lohnen. Bleibe ich also bei meiner Idee, solche Rüstungen aus Pappmaché herzustellen und dann mit einem Harz (oder Klarlack) zu überziehen. Einziger, großer Nachteil (neben vielleicht abschätzigen Blicken) - ich habe aus dem Stehgreif keine Ahnung, wie gut das Zeug dann Nieselwetter aushält. Also wären wir doch wieder bei Stahl oder Leder... Und natürlich der Vorschlag mit dem Leinen - Stoffrüstungen würde ich als praktisch, in Eigenarbeit gut herzustellen und von den Kosten überschaubar einstufen. Und mir gefällt die Idee!
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#17
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| Statt Harz müßte auch Schiffslack gehen - dann ist es auch wieder wasserfest.
__________________ So groß schien dein Befehl mir nicht, der sterbliche, dass er die ungeschriebnen Gottgebote, die wandellosen, konnte übertreffen. | |||||
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#18
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| @Sonic: Danke für dieses Off-Topic, dann schätze ich mal, das der Pfeil aus Carbon gewesen ist, denn die Splitter waren fast Fingerlang und haben das Fleisch rund um den Daumen richtig durchbohrt. Der Linothorax, genau wie Papierrüstungen(man sollte ja auch dabei bedenken, das sie eine entsprechende Dicke aufweisen müssen und Papier nunmal gelegt schwerer als Holz ist), werden über ein Gerüst gespannt. Am besten dazu geeignet ist ein engmaschiges Drahtgerüst das man entweder direkt in die entsprechende Form bringt, oder über eine Modellpuppe drüber stülpt. Mal so ganz nebenbei: Man kann sogar aus Teppichen Rüstungen machen und wenn du solche mit Mustern nimmst, aus dem Orient, sehen diese Rüstungen sogar richtig gut aus. Dabei immer darauf achten den äußeren Rand gut zu kitteln, sonst fallen sie irgendwann ausseinander. Ich hatte irgendwo eine Anleitung dazu, weiß aber nicht mehr wo, die müsste aber zu googlen sein. Was das Thema Papierrüstungen(oder Pappmasche etc.) angeht, muss man halt nur damit leben, dass so etwas zu Diskussionen führt und generell eher an der unteren Leiter der Rüstungspunkte liegen wird. Schließlich hat Leder nicht umsonst nur eine sehr geringe Rüstungseigenschaft und die meisten Leichtmaterialrüstungen sind nicht stabiler als Leder(was natürlich auch von ihrer Dicke abhängt, ich glaube ein 1-2cm dicker Linothorax hält beinahe alles auf).
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#19
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| Ich kann von Leichtbaurüstungen nur abraten. Sie mögen zwar gut aussehen, doch man bewegt sich anders darin. Ausserdem trägt das Gefühl, gerüstet zu sein auch deutlich zur persönlichen Stimmung bei- ein Gefühl, das mit schweren Rüstungen am Besten erreicht wird. Ausserdem würde ich es als Kettenhemdträger als sehr unfair empfinden, wenn der Kerl, der in 'ner Papprüstung herumläuft, mehr Rüstungsschutz hat als ich. Deswegen würde ich z.B. Papierrüstugnen wie Lederrüstungen behandeln (Zumal z.B. ein Veganer, der 'nen Waldläufer spielen will, aus ethischen Gründen nicht auf Leder zurückgreifen darf). Was die Plattenrüstungen von der Stange angeht: die Wenigsten laufen in ordendlich verarbeiteten Rüstungen herum. Schön umgebörtelte Rüstungen aus dickem Metall (2mm ist ein ordendlicher Wert) sind nach wie vor eher selten. Ausserdem ist die Auswahl gigantisch- von der gotischen Vollplatte bis zur Legionärsrüstung findet man im Internet alles- notfalls halt zu einem grösserem Preis. | |||||
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#20
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| Dass Rüstungen aus dickem Metall eher selten sind, ist schon einleuchtend: Eine Rüstung zu tragen ist immer "du kannst, was du kannst", man selbst ist einfach körperlich begrenzt, auch wenn der Chara die Rüstung laut Konzept tragen könnte. Mir fällt noch ein, dass mein Hexenmeister eine Rüstung trägt, die so verzaubert ist, dass sie nur noch einen Bruchteil von sich selbst wiegt. Sowas gibt es dann bei LARP wohl eher nicht, weil es sich nicht darstellen lässt, oder?
__________________ For the dramarama. And for our citizens! | |||||
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