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Falaohriel Sturmwind, Steppenelfe aus den Grünen Ebenen
Die Geschichte von Falaohriel Sturmwind, Steppenelfe aus den Grünen Ebenen
Nun, wie ihr schon wisst, lautet mein Name Falaohriel Sturmwind, meine frühere Heimat war die Grüne Ebene, mein treuer Gefährte, mein Firnpony Fillion Windläufer begleitete mich stets. Für unser Volk bin ich noch jung, 25 Sommer, sozusagen am Anfang des Lebenszyklus. Schon von klein an verbrachte ich mehr Zeit in der Steppe auf Fillion, den Wind das Haar zerzausend, als in meinem Heim.
Die Steppe, der weite Himmel, der eisige Nordwind und viel Freiheit waren mein zu Hause. Die harte Umgebung macht uns kalt, so habe oft ich gehört. Oder zumindest wirken wir wohl so auf Menschen. Aber wer in der Unwirtlichkeit der Steppe zu leben versucht, ein frostiger Winter ein heisser Sommer, wird schnell verstehen, dass ein gesprochenes Wort lange nicht so viel Gewicht hat, wie ein schnell abgeschossener, treffsicherer Pfeil. Das Wild ist rar, Der Boden rau und wenig fruchtbar, so dass unser Hauptbestreben darin besteht, Wasser, Nahrung und Kleidung für uns und die unseren zu beschaffen, und unsere Behausungen zu sichern.
Dies war meine Welt. Eine andere kannte ich nicht. Einfach, rauh aber gut. Das Grashuhn gibt sein Leben, damit unsere Familien davon zehren, das Fleisch des Rens hält eine ganze Sippe am Leben, aus dem Fell werden Decken oder Kleidungsstücke, die Sehnen werden für unsere Bögen genutzt, Kräuter sowie die Früchte der Erde ergänzen unseren Speisenplan – alles hat seinen Sinn. Oder doch nicht ?
Manchmal, wenn wir auf der Jagd getrennte Wege gingen, um eine größere Chance des Erfolgs zu haben, konnte ich von den wenigen Erhebungen in unserer Ebene in die Ferne schauen…. die ein oder andere Karawane von Menschen vorbeiziehen sehen. Seltsam gekleidete, fremdartige Gesichter, meist schwer bewaffnet, ritten Sie neben ihren Wagen, die schwere Furchen in der Erde hinterliessen. Was sie dort wohl drin hatten, es musste schon schwer sein, bei den Spuren, die die Karren hinterliessen. Sie suchten unsere Gesellschaft nicht, und selbst wenn, sie hätten unsere Sippe wohl kaum gefunden, ohne dass wir uns hätten finden lassen wollen. So zogen sie ihres Weges und ich kehrte meist ohne Beute zurück ins Dorf, denn meine Beobachtungen liessen mir keine Zeit mehr für die Jagd. Die Älteren waren darüber nicht froh, denn jeder trägt etwas zum Wohl der Sippe bei – so ist es Brauch.
Und doch, war etwas in mir, dass mich immer öfter in die Nähe der Händlerstrasse führte, dass ich mich seitlich im hohen Gras versteckte und beobachten ließ. Die Ermahnungen der Ältesten beachtete ich nicht, denn wenn ich jagte, so war ich immer erfolgreich und brachte die schönsten Beutetiere mit, obwohl ich noch so jung war.
Eines Tages also, trug der Wind seltsame Klänge an mein Ohr, Gesang und merkwürdige Töne, aber auch Trommeln und andere mir unbekannte Klänge. Ich schlich also näher heran. Ein erstaunliches Bild bot sich mir: Eine Karawane mit mehreren Karren, bunt geschmückt mit Wimpeln, langen farbigen Bändern und eine kleine Menge Menschen, junge und alte, auch alle sehr merkwürdig gekleidet. Sehr farbenfroh, Röcke und Hosen, weite Hemden mit Schnüren, sassen oder standen sie um ein großes Feuer und sangen und spielten Musik auf mir unbekannten Instrumenten. Eine fast ansteckende Fröhlichkeit ging von ihnen aus.
Etwas abseits, am Rande der Runde sass eine ältere Frau mit aschgrauen Haaren einem tiefroten weiten Faltenrock und einer hellen Bluse, gegen die Abendfrische hatte sie sich eine einfache Wolldecke umgelegt und tappte mit den Füßen sanft die Melodie der Musikanten mit.
So eine Gruppe von Menschen hatte ich noch nie gesehen. Sie schien mir so losgelöst und fröhlich, dass ich kaum meinen Blick von dem frohen Treiben abwenden konnte. Plötzlich, ohne sich weiter zu bewegen, rief die alte Frau in meine Richtung:
„Du kannst ruhig herauskommen und dich zu uns setzen, wir sind friedfertige Gaukler auf dem Weg zum nächsten Dorf, und von hier aus kann man auch viel besser sehen und hören“
Die Musik hatte kurz ausgesetzt, aber nachdem die Alte den Musikanten kurz aufmunternd zugenickt hatte, fuhren diese unbeschwert fort.
Ich jedoch war wie erstarrt, wie konnte sie mich entdeckt haben ? Keine Bewegung, kein Ton war über meine Lippen gekommen. Hinter meinem Vorhang aus hohem Gras konnte sie mich unmöglich erspäth haben.
Sie schaute jetzt genau in meine Richtung, immer noch freundich lächelnd.
Ich stand auf und schob sanft das Steppengras zur Seite, als ich in den Feuerschein trat. In meiner abgetragenen braunen Lederhose und gleichem Hemd und Stiefeln, bot ich einen tollen Kontrast zur farbigen Welt der Gaukler.
Dennoch, starrten sie mich nur kurz an, luden mich mit Handbewegungen ein, an ihrem Feuer zu sitzen, mit Ihnen zu singen und zu essen. Obwohl wir uns nicht verständigen konnten, denn damals sprach ich überhaupt kein Garethi, verbrachte ich einen wunderbaren Abend in ihrer Mitte. Einige Kinder machten sich einen Spass daraus mir bunte Bänder ins Haar zu flechten. Die Alte grinste mich freundlich an, sprach aber kein weiteres Wort mit mir. Als der Mond schon tief stand, verliess ich sie und war heiter und beschwingt wie selten zuvor.
Dies war meine allererste Begegnung mit den Menschen.
Es musste sich wohl nicht nur an den Bändern in meinen Haaren zeigen, sondern auch in meinem Blick, dass ich ein schönes Erlebnis hatte diese Nacht, denn schon am nächsten Tag rief mich unser Sippenältester in seine Hütte.
„Falaohriel Sturmwind, begann er, du trägst die Suche nach neuen Landen und Erfahrungen in deinem Blick, schon lange habe ich dich beobachtet und erkannt, dass du ein Wanderer, eine Suchende bist, noch nicht bereit ein vollwertiges Mitglied unserer Sippe zu sein. Dein Weg führt dich in die Ferne, Neues zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln. So gehe denn hin, in die Lande der Menschen, Zwerge und Südländer und kehre erst zurück, so denn dein Wissensdurst gestillt ist.
Doch wisse, nicht Alles dort draussen ist uns Elfen wohlgesonnen, viele der Anderen, seien es Zwerge oder Menschenkinder, sind voller Neid und Hass auf unsere Art – so gib acht, mit wem du deinen Weg teilen willst.“
Damit machte er das Zeichen, dass ich gehen dürfe. Ich bedankte mich ehrerbietig, packte meine wenigen Sachen, verabschiedete mich von meiner Familie und einigen Jagdkameraden und ritt auf Fillion davon.
Erst auf dem Weg erkannte ich, dass mein Herz ganz leicht war vor Freude. Dies ist mein Weg, den ich nun gehen wollte. Neues entdecken, Abenteuer zu erleben, Erfahrungen zu sammeln.....
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es grüßt, Sameafnir Yngvarsson
zuweilen auch Said'yala Perishan binta Nazir al-Azila Rahja, Säbeltänzerin
Love as you whilt!
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