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Am Rande der Finsternis

Dies ist das Thema Am Rande der Finsternis bei Die glorreichen Sieben als Teil vom Tagebuch der Spielgruppen.
Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle, Sidonie Valérie Marguérite de Montrève, aus Tarascon, Frankreich, ich bin von Beruf Ärchäologin, zur ...


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#1  
Am Rande der Finsternis (Alt 19.08.2007, 19:53 )
Benutzerbild von Sameafnir
Fürstin
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Am Rande der Finsternis

Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle, Sidonie Valérie Marguérite de Montrève, aus Tarascon, Frankreich, ich bin von Beruf Ärchäologin, zur Zeit wohnhaft in Boston, den Vereinigten Staaten, der Neuen Welt, wenn Sie so wollen. Dort habe ich eine Gastprofessur am Archäologischen Institut auf Einladung angenommen.

Wenn Sie jetzt denken, die schöne Neue Welt ist voll von Nichtstuern und Langeweile so haben Sie nur teilweise recht … denn die Nichtstuer oh ich meine natürlich die Feingeister, wie sie sich selbst gerne beschönigend nennen, die gibt es tatsächlich (ich denke da an eine ganz bestimmte Person) … aber von Langeweile konnte ich bisher noch nichts feststellen. Da wäre da z. Bsp. diese wirklich spannende Geschichte meines lieben Kollegen Rupert Merryweather. Ah Sie interessieren sich für ungewöhnliche Geschichten ? Très bien. Dann fange ich mal an zu berichten….

Es war an einem schönen lauen Sommertag, ich besprach gerade mit meiner Reisefotografin und guten Freundin Vivian Nonett ein paar Details von Fotos meiner zuletzt gefundenen Stücke als mich die Nachricht erreichte, dass mein geschätzter Kollege, Rupert Merryweather im sterben liegt und mich noch ein letztes Mal zu sehen wünscht. Ich war natürlich überrascht, da uns außer einer kollegialen Bindung eigentlich keine tiefere Freundschaft verband. Aber wie es der Anstand und die Höflichkeit verlangt, begab ich mich zum Krankenhaus. Da Eile geboten war, fuhr ich der Einfachheit halber, mit Vivian auf Ihrem Motorrad mit.

Im Krankenhaus angekommen, trafen wir im Gang meine Freundin Pearl Countess of Gallentry-Tiverton und eine weitere gutaussehende Dame, Dr. Helen Munroe, die, wie es sich herausstellte ebenfalls von Rupert dorthin bestellt worden waren. Das war alles schon etwas seltsam. Das dachten sich wohl auch die werte Gattin des guten Rupert und sein Sohn Bertran, der uns nicht wirklich freundlich gegenübertrat.

Nun ja, am Krankenbett dann, nachdem er seine Frau und seinen Sohn nach draußen geschickt hatte, erzählte uns Rupert aus seiner Vergangenheit. Er und ein paar andere Wissenschaftler hätten vor Jahren zum Zwecke der Forschung einige „okkulte“ Versuche in einem alten Farmhaus in Ross Corners, etwas ausserhalb von Arkham unternommen, …. die darin gipfelten, dass man wohl etwas aus einer anderen Welt oder Sphäre gerufen hat, was nicht kontrollierbar sei und auch nicht wieder zurückgeschickt wurde. Angeblich weil man zu überrumpelt war und auch die Hosen voll hatte.

Sehen Sie, die Geschichte ist wirklich außergewöhnlich. ……. bon alors, je continue … er erzählte weiter, dass zwischenzeitlich alle an dieser mysteriösen Sache Beteiligten gestorben sind – auf mehr oder weniger natürlichem Weg – und er, Rupert der letzte der Gruppe sei.
Er befürchtete nun, dass wenn er stirbt das Wesen aus dem Haus ausbricht und wer weiss was dann alles passieren kann ………. Solange einer der Gruppe noch am Leben war, so meinte man, wäre das Wesen an das Haus gebunden. Dann hat er uns ein kleinen Kasten übergeben, indem alles drin sei, was man zur Umkehr dieses Spuks bräuchte und uns gebeten die Angelegenheit mit größtmöglicher Dringlichkeit zu klären. Kurz darauf ist er dann gestorben.

So, da waren wir alle erstmal ein bisschen geschockt. Milde ausgedrückt. Trotzdem packten wir den Kasten unauffällig ein und begaben uns ins Hotel von Pearl wo wir nochmals in Ruhe über alles Gehörte sprachen. Natürlich erst nachdem wir Madame Merryweather und ihrem unhöflichen Sohn unsere Condoléances ausgesprochen hatten.

Nun ja lange Rede kurzer Sinn – Sie werden es sich sicher schon denken – wir haben unsere 7 Sachen gepackt (die wenigen, die wir dabei hatten) und sind nach Ross Corners aufgebrochen. Der Concièrge vom Hotel war so freundlich uns ein Automobil mit einem Chauffeur zu organisieren.

Dort haben wir nach ein paar Nachforschungen im Dorf das Farmhaus aufgesucht, zusätzlich zu den Dingen aus dem Kasten, ah ja das hab ich ja noch nicht erwähnt, da waren also ein paar Schriftstücke, ein kleiner Sarkophag/Dose, ein Schlüssel und ein in Leder gebundenes Buch.
Und natürlich war darin so eine Art Bedienungsanleitung für fälschlicherweise gerufene Geister oder Wesen aus anderen Sphären, die da lautete: ein Pentagramm wieder herstellen, den Rufgesang rückwärts singen (und zwar ziemlich lange und ununterbrochen !!!) und natürlich den Bernstein zuerst finden, der in den kleinen Sarkophag passt.

Gut, das Haus war ziemlich verkommen, fast nichts mehr drin, aber oben im Dachgeschoss war definitiv etwas, was dort nicht hingehörte. Das haben wir sehr schnell festgestellt. Einen Vagabond haben wir vertrieben, und bei einer nochmaligen Stipvisite im nahegelegenen Dorf im Gemischtwarenladen, von Ross Corners, der im übrigen von einer sehr nette Dame geführt wird, haben wir neben ein paar Lebensmitteln auch noch den Bernstein erstanden, den wohl ein Mitglied der Forschergruppe um Rupert Merryweather dort als Zahlungsmittel hinterlassen hatte. Ein purer Zufall also, dass wir den dort entdeckten, aber einer der uns gelegen kam.

Zurück im Farmhaus, fackelten wir dann nicht mehr lange – denn gesagt getan, wir stellten alles wieder so her wie im ursprünglichen Ritual und begannen pünktlich um Mitternacht rückwärts zu singen. Die gruseligen Zwischenspiele erspare ich Ihnen, da ich heute auch gar nicht mehr so genau weiss, was ist wirklich passiert ist und was entspringt meiner Fantasie ….

Die ist nämlich gut ausgeprägt müssen Sie wissen. Natürlich ist es uns schliesslich gelungen, das fremde Wesen wieder dorthin zu schicken wo es herkam und die alte Ordnung wieder herzustellen. Im Prinzip mussten wir nur ein bißchen singen und die Nerven behalten ... aber das natürlich für Menschen unseres Standes überhaupt kein Problem.

Alles in allem ein Kinderspiel, mysteriös und äusserst befremdlich, aber ich bin sicher, es lässt sich alles wissenschaftlich erklären. Naturellement.

Nur meine Kenntnisse in Ägyptologie muss ich glaub ich doch mal wieder etwas auffrischen .... der Sucher nach Weisheit … Diener (Sohn) von Yugr (Yoag) Setheth, Erlöser der Menschen (Sklaven) des Wassers. Träger des Geistes von Nar-Loth-hotep. Kind des Thoth. Sucher nach Weisheit …. Ist mir immer noch nicht gelöst ….
__________________
es grüßt, Sameafnir Yngvarsson
zuweilen auch Said'yala Perishan binta Nazir al-Azila Rahja, Säbeltänzerin
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#2  
Blinzeln AW: CoC: Am Rande der Finsternis (Alt 19.08.2007, 20:00 )
Benutzerbild von Efate
Neubürger
 
Registriert seit: 26.03.2006
Ort: Seligenstadt
Beiträge: 11
Blinzeln AW: CoC: Am Rande der Finsternis

ah ... Sidonie .. ich schätze diese enthusiastische Französin wirklich sehr.

So ganz versteht sie zwar noch nicht den Unterschied zwischen einem Feingeist und einem Freigeist, doch dies ist sicherlich auf ein paar unerhebliche Sprachschwierigkeiten zurückzuführen. Ich denke wirklich, demnächst sollten wir einmal in Ihrer Heimat, der lichtdurchfluteten Provence einen Kurzurlaub verbringen. Vielleicht auf der Jacht meines Cousins Phillip. Bei einem Glas des wundervollen, ja leider hier in den Staaten verboten, vollmundigen Rotweines vom Landgut Ihrer Eltern, werde ich Ihr bestimmt näher bringen können, welche unbegrenzten Möglichkeiten ein freigeistiges Leben bietet. Oh yes, indeed, meine Staffelei unter einer großen Plantane aufzubauen und das beschauliche Leben der einfacher Landbevölkerung zu malen, dies würde mir sehr gefallen.

Nach den schauerlichen Ereignissen der letzten Tage wird uns diese kleine Pause höchst erbaulich anmuten. Nicht nur, das ich den Verlust eines Fingernagels zu beklagen habe, nein, auch Blasen am Fuß mußte ich in Kauf nehmen. Der Weg ins Dorf war wirklich erstaunlich weit ... und das nur, weil uns dieser Chauffeur mitsamt unseres Automobiles einfach im Stich lies. Wirklich! .. nur aufgrund dieses lächerlichen kleinen Schusses. Irgendwie mußten wir den Vagabunden ja vertreiben und ein wenig haben wir uns ja selber auch erschreckt, immerhin hat er uns von hinten angegriffen. Tststs, in England wäre das nicht passiert, da kann man sagen was man will .. dort gibt es noch Gentelman der guten alten Schule, ein englischer Chauffeur hätte sich um seine Fahrgäste bemüht und wäre uns hilfreich zur Seite gesprungen, bestimmt.

Nun gut, doch wir Frauen von heute wissen uns ja selber zu helfen. Dank der wirklich ausgezeichneten Schule, meines leider so früh verstorbenen älteren Bruders Charles, der mir in meiner Jugend den exzellenten Umgang mit Schußwaffen nahe brachte, waren wir durchaus in der Lage, diese zwei wandelden Leichen auf Abstand zu halten.
Brrrrr .. erstaunlich, das Sidonie das verdrängt hat .. diese armen Seelen waren wirklich ausgesprochen unangenehm anzusehen .. seiddem greife ich beim malen immer öfter zu schwarzer Kohle, nein wirklich, ich brauche in der Tat als Ausgleich das Licht der Provence, die Farben, die Landschaft .. ja, das wird mit helfen wieder zu meinen Aquarellen in gewohnter leichter Form zurück zu finden .... gut, ja, wo war ich doch gleich, achja .... die Leichen, die verhindern wollten, das wir diese undefinierbare gewalttätige Gestalt wieder zurück in den Bernstein bannen. Nun, Sidonie ist vielleicht bei Ausgrabungen schon öfters diesen Dingen begegnet, in Ägypten sollen dies ja an der Tagesordnung sein, wie man hört, doch mir waren bis dato solche unerbaulichen Erscheinungen fremd.
Nur gut, das wir vier Frauen so unermüdlich, unerschrocken (naja, ich habe zwischendrin einfach ein paar mal die Augen zu gemacht, da konnte ich mich auch besser auf das Singen konzentrieren) die Zeromonie zu Ende brachten. Ohne Vivian, Helen und Sidonie wären die Bewohner des Dorfes, ach der ganzen Umgebung, sicherlich in den kommenden Wochen höchst unerfreulichen Begebenheiten ausgesetzt gewesen, yes indeed. Nun gut, bescheiden müssen wir uns ja im Hintergrund halten, die Leichen haben wir gut versteckt vergraben, es wäre vermutlich wirklich etwas schwierig geworden dies alles zu erklären.

Doch, ja, ich finde einen Urlaub haben wir uns verdient. Auch meine beiden neuen Bekannten werde ich auf auf Phillips Jacht bitten .. es scheinen doch zwei sehr erbauliche aufgeklärte Frauen zu sein. Und Vivian hat ein wirklich interessantes Profil, das muss ich unbedingt zeichnen.

Pearl Louise, Countess of Gallentry-Tiverton
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