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Eidel & Drachir IIDies ist das Thema Eidel & Drachir II bei Dera Drakonim als Teil vom Geschlossene Abenteuer. |
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Eidel wachte früh am Morgen mit einem Gefühl der Zerschlagenheit auf und wusste nicht genau weshalb. Langsam erhob sie sich von ihrem Schlafplatz und streckte sich erst einmal, wobei sie in gewohnter Art einen Rundblick in der Umgebung machte. Dabei sah sie wie auch die anderen Mitglieder ihrer Reisegruppe sich aus dem Schlaf wälzten, was dem Einen leichter, dem Anderen schwerer zu fallen schien.
Mit einem Seitenblick auf Drachir, wusste sie, dass er sie beobachtet. Auch er schien an diesem Morgen leicht zerschlagen. Als sie das Frühstück erblickte, horchte sie einen Moment in sich hinein und stellte auch dieses Mal wieder fest, dass sie weder Hunger noch Appetit verspürt. Sie wusste nicht einmal zu sagen, ob sie am Vorabend etwas gegessen hatte. Kurzum schnürte sie ihr Bündel zusammen und verabschiedet sich bei ihren Gefährten für einen Augenblick, um noch mal zum See zu gehen. |
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Drachir blickt Eidel nach, als sie Richtung See geht.
oO So, jetzt reicht's! Ich habe schlecht geschlafen und schlecht geträumt, meine Geduld ist am Ende. Oo Er isst sein Frühstück zu Ende, steht dann mit einer kleinen Ration für Eidel auf und wendet sich an die Gruppe. "Ich gehe Eidel holen, damit wir aufbrechen können." Wärend er dem Weg zum See folgt - mittlerweile ist doch ein kleiner Trampelpfad entstanden - überlegt er sich, was er zu Eidel sagen soll. oO Auf einem Schiff ist eine ärztliche Order ein Befehl und wiegt sogar mehr als der Befehl des Kapitäns; ok, bei den Piraten war das nicht so, aber dennoch. Andererseits will ich ihr keine Befehle erteilen, schließlich sind wir Freunde, aber wenn ich ihr mit der Gesundheits-Sache komme ist sie sicher wieder eingeschnappt. Dass der Umgang mit Menschen nicht einfach ist, weiß ich ja aus Erfahrung, aber warum ist es gerade mit vertrauten Leuten so kompliziert? Über dreißig Jahre hatte ich weder Familie noch Freunde, ich kann so etwas einfach nicht, woher denn auch. Am Besten, ich bin einfach ehrlich, zumindest das kann ich ... Oo So in Gedanken versunken, tritt Drachir aus dem Schatten der Bäume auf die Lichtung zu See hinaus und blickt sich suchend nach Eidel um. |
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Ungeachtet allen möglichen Gefahren, läuft Eidel geradewegs zum See und entschließt sich kurzer Hand für ein Bad.
Kurz um lagen ihre Sachen feinsäuberlich gefaltet auf einem am Strand liegendem kleinen Findling und Eidel ging langsam in das Wasser, bis dieses sie bis zur Hüfte verbarg. Dennoch nah genug um nicht mit einem kräftigen Satz ihrerseits bei ihren Sachen und den Waffen zu sein. |
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Ebenso verloren, wie er gerade noch in seinen Gedanken war, verliert er sich jetzt in den Anblick, der sich ihm bietet. Sein Blick gleitet über Eidels nackten Rücken und folgt der Linie ihrer Schultern und des Nackens. Er hat schon viele attraktive Frauen gesehen, mehr oder weniger bekleidet, aber diesmal ist es anders. Dieses eine Bild bewirkt etwas in Drachir, das ihm unbekannt ist, etwas, das seine Aufmerksamkeit dermaßen fesselt, dass er nicht einmal merkt, dass er stehen geblieben ist. Es hat nichts mit einfacher sexueller Erregung zu tun, dieses Gefühl kennt er gut und hat es durch seinen Beruf auch unter Kontrolle, aber es ist diesem nicht unähnlich.
Langsam, und unbemerkt von Drachir, gleitet ihm das Packet mit Eidels Frühstück aus der Hand und fällt zu Boden. Das Geräusch bringt ihn wieder zu sich und mit einem Satz versteckt er sich hinter einem breiten Baum. Plötzlich beginnt sein Gesicht zu brennen und das Blut jagt mit einem Rauschen durch seine Ohren, dass er davon überzeugt ist, dass das Geräusch noch meilenweit zu hören sein muss. Er wagt es nicht sich zu bewegen. |
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Eidel dachte an nichts, während sie im Wasser stand und auf das ferne Firmament starrte. Lange stand sie regungslos da, ehe sie Wasser mit ihren Händen schöpfte und es von oben herab über ihren Körper fließen ließ und ihren Körper dabei grazil verbog. Langsam tropfte das Wasser aus ihren Händen über ihren Oberkörper und schloss den Lauf, in dem es an ihren Hüften wieder in den See rann.
Gerade wollte sie erneut Wasser mit ihren Händen schöpfen, als sie ein Geräusch aufhorchen ließ. Sie wandte sich abrupt in der Bewegung zum Waldrand um und suchte alles ab, konnte aber nichts entdecken. Mit bedächtigen, aber nicht langsamen Schritten ging sie wieder an das Ufer. Dort angekommen legt sie noch eine Horch- und Sehrunde ein, konnte aber auch dieses mal nichts Ungewöhnliches entdecken. Nach dem sie sich angezogen hatte - immer mit einem Ohr und einem Auge in der Umgebung - band sie ihre Haare zu einem festen, strengen Zopf zusammen. Dieses Mal saßen die Haare so gut, dass nichts die Tätowierung an ihrer linken Schläfe verbarg. Während sie das tat, entdeckte sie am Boden den kleinen Beutel. oO Ich bin mir sicher, das dies dort vorhin noch nicht lag. Oo |
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Auch Drachir dämmert es langsam, dass der Beutel mit Essen noch auf der Lichtung liegt. oO Ich Idiot Oo Aber da diese Erkenntniß zu spät kommt, entschließt er sich, bei der Wahrheit zu bleiben - größtenteils.
"Eidel", hört er sich selbst sagen, "seid Ihr angezogen?" Er versucht den Knoten, der sich in seinem Kehlkopf festgesetzt hat hinunter zu schlucken, aber irgendwie weigert sich dieser zu verschwinden. "Ich wollte nach Euch sehen und Euch mitteilen, dass wir bald aufbrechen wollen. Ich habe Euch auch etwas vom Frühstück aufgehoben. Jedenfalls, als ich gemerkt habe, dass Ihr badet habe ich mich sofort umgedreht und mich hier hinter den Baum gestellt, tja, und da habe ich das wohl fallen gelassen. Es tut mir leid, wenn ich Euch gestört habe, ich werde dann zurück gehen und beim Lager auf Euch warten." Mit strikt nach vorne gerichtetem Blick und leicht wackeligen Beinen will Drachir sich wieder auf den Rückweg machen. |
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Mit hochgezogener Augenbraue hört Eidel Drachir zu und...
glaubt ihm kein Wort. "Nun, wenn ihr Euch schon die Mühe machtet mir zu Folgen, ob des Wissens, dass ich nie lange von der Gruppe entfernt verweile, so sagt mir was ihr wolltet!", antwortet mit messerscharfer Zunge. |
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Einen sehr kurzen Moment lange, glaubt Drachir wirklich, dass er davon kommen wird. Da er noch immer nicht weiß, ob Eidel nun angezogen ist oder nicht - sein eigener Herzschlag hat es verhindert, dass er die Geräusche ihres Gewandes überhaupt gehört hat - setzt er sich im Schneidersitz, mit Rücken zu ihr auf den Boden.
"Ihr tut mir Unrecht, Freund Eidel. Zugegeben, das waren nicht alle Gründe, die mich dazu veranlasst haben, Euch zu folgen. Seht, als wir gestern miteinander sprachen, da habe ich vielleicht etwas gesagt, das ich so nicht sagen wollte ..." Drachir sucht nach Worten. Es ist offensichtlich, dass er solch ein Gespräch noch nie geführt hat. Ohne darauf zu achten verfällt er ins Garethi. "Ihr könnt nicht leugnen, dass mit Euch etwas nicht stimmt. Wann habt Ihr zum letzten Mal etwas gegessen? Ihr habt nicht einmal gemerkt, dass ich die Lichtung betreten habe und hätte ich den Beutel nicht fallen gelassen, wäre Euch gar nichts aufgefallen. Was, wenn nicht ich es gewesen wäre, oder überhaupt jemand aus unserer Gruppe? Ich mache mir Sorgen ..." Für seine nächsten Worte sammelt er alle Kraft und allen Mut, den er in sich findet. "Dies sind nicht einfach Sorgen eines Arztes. Und auch nicht Sorgen eines einfachen Bekannten oder Freundes. Ihr habt sicher Erfahrung in solchen Dingen, ich jedoch nicht. Solange ich denken kann, hatte ich nie eine Beziehung zu anderen wie zu Euch und Beryt. Es ist, als wenn ich durch einen Nebel laufe, der so dicht ist, dass ich nicht weiß, ob ich beim nächsten Schritt überhaupt noch einen Boden unter den Füßen haben werde. Ihr sagtet, es sei eine Magenverstimmung und ich gab Euch ein Mittel aber Ihr nahmt es nicht. Ich habe schon lange akzeptiert, dass Ihr unabhängig seid, und das schätze ich auch an Euch. Aber wer ständig die Hand wegschlägt, die helfen will, wird unweigerlich abstürzen. Und Euch abstürzen zu sehen ... ich glaube, das würde ... das würde mich töten." Langsam steht Drachir auf und klopft sich geistesabwesend Erde von der Hose. "Wenn Ihr schon Eurer Gesundheit oder Sicherheit zuliebe nichts essen wollt, dann tut es wenigstens mir zuliebe." Dann setzt er sich langsam und wie betäubt wieder in Bewegung und steuert auf den Wald und den Weg zum Lager zu. |
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