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Eidel & Drachir IIDies ist das Thema Eidel & Drachir II bei Dera Drakonim als Teil vom Geschlossene Abenteuer. |
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Als Eidels Hand sich auf seinen Rücken legt blebt er stehen. Nicht allein, weil er ihren Wunsch zu warten respektiert, sondern auch, weil sich ein Teil von ihm diese Geste gewünscht hat. Ein trauriges Lächeln umspielt seine Lippen und aus seiner Kehle dringt leise ein trockenes Geräusch, das einem Lachen ähneln soll.
"Nicht verdrängen tue ich die Träume, die meinen Schlaf heimsuchen. Aber es sind Bilder, die aus einer Zeit stammen, an die ich mich nicht erinnern kann und die mich erschrecken. Ich weiß nicht, woher ich kam oder was ich war, aber ich bin davon überzeugt, dass es besser ist, es nie zu erfahren. Es ist wie eine Waffe, die man nicht benutzen sollte, weil sie nicht nur die Feinde besiegt, sondern auch alles zerstört, worum man kämpft." Dann wendet er seinen Kopf gerade so weit zur Seite, dass sie sein Gesicht sehen kann. Seine Züge sind ausdruckslos und auch in seinen Augen ist keinerlei Regung zu erkennen. "Und bitte verzeiht mir, dass ich so anmaßend war, mein Schiksal mit Eurem zu verknüpfen. Es steht mir nicht zu, Euch diese Last aufzubürden. Ich werde Euch bezüglich Eurer Essgewohnheiten nicht wieder behelligen. Ihr werdet mir schon sagen, wenn Euch wirklich unwohl ist." Damit lässt er Eidel endgültig zurück und geht wieder zum Lager, sofern sie ihn nicht aufhält. Das Bündel mit Essen liegt immer noch, wie vergessen neben ihren Füßen, und die ersten Fliegen beginnen, ihren Anspruch darauf geltend zu machen. |
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Unschlüssig stand Eidel nun da. Immer zwischen dem Proviantbeutel und Drachir herschauend.
oO Wieso ist es immer so schwer, zwischen Mann und Frau? So wie er es aufgefasst hat, war es gar nicht gemeint. Oo "Drachir... warte! Wir können doch nicht so weiter machen....", rief Eidel ihm in der Hoffnung nach, ihn zum Umdrehen zu bewegen. |
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Drachir bleibt stehen und dreht sich langsam um. Er blickt Eidel direkt in die Augen, als er zu sprechen beginnt, seine Stimme ruhig und gefasst.
"Stimmt, das können wir nicht. Als ich auf die Lichtung getreten bin war ich mit dem Kopf wo anders und habe keinen Gedanken daran verschwendet, dass ich Dich beim Baden stören könnte. Wie ich Dich dann im Wasser stehen sah, war ich wie gelähmt. Der Anblick ließ mich nicht los. Versteh mich nicht falsch, ich habe schon oft Frauen begehrt. Aber unter keinen Umständen würde ich Dich jemals mit einer von ihnen gleich setzen, denn das würde bedeuten, Dich zu etwas alltäglichem zu machen. Du bist nicht einfach eine attraktive Frau für mich oder eine gute Freundin. Ich will auch nicht von Liebe sprechen, denn dieses Wort wurde schon so oft bedenkenlos oder berechnend ausgesprochen, dass ich das, was ich für Dich empfinde damit bagatellisieren würde. Ich will überhaupt kein Wort dafür, denn Worte sind unzureichend und können falsch ausgelegt werden. Verdammt ich weiß nicht, was ich will ... nur eines ... ich will nie wieder von Dir hören, dass Schaden an Dir mich unberührt lassen würde." Bei seinen letzten Worten verändert er sich. Seine Stimme, sein Blick, ja seine ganze Haltung ist plötzlich die eines Menschen, der bereit ist, selbst einen Gott dafür zu bestrafen, ihm zu widersprechen. |
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Eidel saugt die Luft hörbar ein, als sich Drachir umdreht und zu reden beginnt. Einfach alles an der Situation überraschte sie. Die Art seines Auftretens und seine Rede, versetzte sie in ein wunderliches Staunen. Vorallem das vertraute "Du" raubte ihr schier den Verstand.
"Du fühlst so und sagst es mir erst jetzt? Nach über einem Jahr? Gott weiß, du bist mir schon damals am Strand aufgefallen, wenn gleich ich wusste, dass deine Liebe dem Beruf gehört..." Während sie so sprach mit sanfter liebervoller Stimme, nahm Eidel seine Hand. "... Liebe ist wahrlich ein Wort, welches leichtfertig vergeben wird und unweigerlich zu großen Enttäuschungen führen kann... Ein Wort, dass für vielerlei Gefühle benutzt wird. Für Zuneigung ja, aber auch nur um einen Menschen Dinge glauben zu lassen, die nicht existierten..." In ihren Augen konnte Drachir in diesem Moment eine Traurigkeit lesen, die er bei Eidel nie vermutet hatte. In diesem Moment schien es, als könnte er durch ihre Augen bis auf den Grund ihrer Seele schauen und die schien nicht das fröhliche Wesen zu sein, dass Eidel mimte. Als wären all der Tand ihres Aussehens, ihr Duft Fassaden zu ihrem Schutz. All dies las er in einem Moment in ihren Augen und im nächsten war es verschwunden... "Glaube mir, meine Gefühle für dich sind nicht die Letzteren." Sie ließ Drachirs Hand los, wandte sich von ihm ab und ging ein paar Schritte zum See, abwartend ob er ihr folgen würde, ehe sie noch einmal ansetzte. "Und um nichts in der Welt würde ich wollen dir Kummer zu bereiten, in dem ich mit mir Unachtsam bin..." |
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Drachir folgt Eidle langsam und hebt dabei das Bündel auf, das er fallen gelassen hat. Er ist überrascht, dass er wirklich alles gesagt hat, was er sagen wollte. Die nächsten Worte, die er an Eidel richtet klingen fast entschuldigend.
"Wenn ich gewusst hätte, dass es so ist, dann hätte ich es Dir sofort gesagt. Aber anfangs warst Du nur jemand aus der Heimat ... nun, zumindest jemand, der dieselbe Sprache spricht und vom selben Kontinent stammt. Es war schon neu für mich überhaupt eine Bindung einzugehen und mit zwei Personen länger als für die Behandlung notwendig zusammen zu bleiben. Was Du wirklich für mich bist habe ich erst begriffen, als ich Dich im Wasser stehen sah ... naja, eigentlich erst, als ich mich wieder beruhigt habe." Er stellt sich schräg hinter sie und nimmt ihre Hand. "Verzeihst Du einem alten Mann, der nicht weiß, ob er jemals Kind gewesen ist?" |
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Sein Gesicht nimmt einen belehrenden Ausdruck an.
"Bitte? Jüngere Männer als ich sind schon Familienväter." Dann sieht er ihr in die Augen und seine Stimme wird sanft. "Und? Wollen wir jetzt zurück zu den Anderen?" Ihre Hand hält er noch immer. |
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Drachirs Gesicht nimmt einen eigenartigen Ausdruck an, als würde er mit sich selbst ringen. Schließlich kneift er die Augen kurz zu und schüttelt leicht den Kopf.
"Tut mir leid, ich muss das jetzt einfach fragen. Warum antworten Frauen in solchen Situationen so oft mit Gegenfragen? Da will man Euch eine Freude bereiten und die Entscheidung überlassen, und dann bekommt man das Geschenk unausgepackt zurück? Ich will hier niemanden anklagen oder so, aber es interessiert mich einfach ... und übrigens auch sehr viele andere Männer ... und sogar ein paar Frauen ..." Seine Stimme ist immer leiser geworden, bis sie schließlich ganz verstummt ist. Unsicher (und etwas ängstlich) gegenüber Eidels möglicher Reaktion sucht er den Blickkontakt. |
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