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Der Mythos - Wie er entstand

Dies ist das Thema Der Mythos - Wie er entstand bei Der Mythos als Teil vom Call of Cthulhu.
Wie schon bei der Biografie Lovecrafts schöpfe ich auch hier nicht aus eigener Erfahrung, sondern verlasse mich auf das, was ...


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#1  
Cool Der Mythos - Wie er entstand (Alt 26.02.2007, 09:21 )
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Herzog
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Cool Der Mythos - Wie er entstand

Wie schon bei der Biografie Lovecrafts schöpfe ich auch hier nicht aus eigener Erfahrung, sondern verlasse mich auf das, was Wikipedia dazu schreibt und gebe es hier wieder.

Dieser Artikel soll beleuchten, wie Lovecraft das entwickelte, was später als "Der Mythos" bekannt wurde.

Zitat:
Davon ausgehend, dass die moderne, in seinen Augen von der Wissenschaft durchprägte und deterministisch bestimme Weltsicht keine Wunder mehr bieten kann, versetzte Lovecraft die Quelle des Schreckens vorzugsweise in die Vergangenheit oder in die Tiefen des Weltalls. Aus diesen zwei bodenlosen Abgründen der Zeit und des Raumes erheben sich kosmische Kräfte und dringen in das alltägliche Leben der im Vergleich mit ihnen völlig unbedeutenden Menschen ein, in der Regel in der vertrauten und beschaulichen Umgebung, in der der Autor aufwuchs. Die Vergangenheit der Erde birgt mehrere den Menschen weit überlegene Rassen, von denen z. T. in entlegenen Gebieten noch Spuren und Relikte künden; aus dem All und aus anderen, „äußeren“ Dimensionen drohen Furcht einflößende kosmische Gottheiten, deren alleiniger Anblick schon mehr als genügt, sterbliche Menschen dem Wahnsinn anheim fallen zu lassen.
Diese Erzählungen sind durchweg präzise konstruiert und laufen in der Regel nach einem ähnlichen Schema ab. Als Bekenntnis, Brief oder Tagebuch angelegt, schildern sie mit vielen Vordeutungen das Einbrechen des übermächtigen Fremden in das Leben gewöhnlicher Menschen, oftmals ausgelöst durch Nachforschungen oder Expeditionen, die es besser nie gegeben hätte. Dabei sind die menschlichen Charaktere dem Übernatürlichen fast durchweg schutzlos ausgesetzt und verfallen regelmäßig dem Wahnsinn, wenn sie schließlich die Augen gegenüber der Wahrheit nicht mehr verschließen können.
Lovecraft zog die Ausstrahlung seiner Erzählungen aus Themen und Ängsten, die ihn tief bewegten: die moderne Weltsicht, die den Menschen aus dem Zentrum der Schöpfung reißt und zu einem Staubkorn im All reduziert; die Liebe zur Vergangenheit mit ihren zugedeckten Geheimnissen; die Angst vor Inzucht, Degeneration, kulturellem Zerfall und, nicht zuletzt „rassischer Verunreinigung“. Eine ganz spezifische Abscheu vor Meeresgetier hat in zahlreichen Erzählungen tiefe Spuren hinterlassen.
Seine Erzählungen spielen dabei in der Regel in seiner Heimat, dem Neu-England des 20. Jahrhunderts, doch sind auch Ausflüge in entlegene Regionen (Antarktis, Australien) und die lokale Vergangenheit darunter. Gerade in der Kombination des alltäglich Vertrauten mit dem unsagbaren Schrecken aus weiter Vergangenheit oder kosmischen Tiefen liegt einer der besonderen Reize seiner Texte.
Durch Ausstaffierung mit immerzu wiederholten Versatzstücken erreichte Lovecraft eine höchst eigene Wirkung. Dazu zählen fiktive Orte wie das Plateau von Leng ebenso wie zahlreiche fiktive Bücher voll von verbotenem Wissen. Das bekannteste dieser Werke ist das Necronomicon, eine Schrift, die vorgeblich von dem verrückten Araber Abdul Alhazred verfasst wurde. Bis heute regt dieses Buch die Fantasie von Lovecrafts Lesern an und die Spekulationen, es gebe dieses Buch wirklich oder habe es einmal gegeben, reißen nicht ab und füllen ihrerseits ganze Bücher. Lovecrafts Biograph Lyon Sprague de Camp berichtet, der Name Alhazred sei von Lovecraft schon als Kind während seiner „Tausendundeine Nacht“-Phase verwendet worden und spiele scherzhaft auf eine befreundete Familie an. Lovecraft selbst schrieb, er habe sich so genannt, wenn er Araber spielte. Als Jugendlicher schrieb Lovecraft regelmäßig eine astronomische Kolumne für eine Lokalzeitung und erwähnte hier häufiger das antike Lehrgedicht „Astronomicon“ des Marcus Manilius. In Anlehnung an diesen Titel könnte der Titel „Necronomicon“ entstanden sein. Lovecraft verwendete in seinen Geschichten häufig Namen aus seiner direkten Umgebung oder wandelte diese leicht ab.
Vor allem jedoch durch die Schaffung wiederkehrender kosmischer Quasi-Gottheiten entsteht eine Intertextualität, die eine beklemmende Kohärenz erzeugt. August Derleth bemühte sich später, diese Wesen - mit Namen wie Cthulhu, Yog-Sothoth, Tsathoggua, Azathoth und Nyarlathotep - in ein manichäisches Raster zu zwängen und überdies ein komplettes Pantheon aus ihnen zu bilden; darob hat sein Ansehen bei vielen heutigen Fans schwer gelitten.
Mit dieser Gruppe von Erzählungen, denen man auch seine längsten Werke, die so genannten Romane, zuordnet, gelangte Lovecraft auch auf den Gipfel seines stilistischen Schaffens. Von vielen verlacht und kritisiert, war dieser Stil dennoch präzise auf Wirkung berechnet. Mit zahllosen Adjektiven und archaischen Wörtern beladen, Lieblingswörter wie „blasphemisch“, „zyklopisch“ und „abscheulich“ stets wiederholend, sich in einem fort zum bombastischen Finale steigernd, verbinden sich diese Stilelemente in Verbindung mit dem oft abgefeimt konstruierten Handlungsgerüst, den ritualistisch wiederholten Versatzstücken und geheimnisvollen Andeutungen und der offensichtlichen Sorgfalt und Liebe zu seinem Thema zu einem Ganzen, das bis heute die Leser in den Bann zieht.
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