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#31
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| oO Elende Drecksau! Bastard! Lump! Das Fenster bezahlst Du mir! Das zieht mir der Geheimrat nämlich vom Lohn ab! Und ich arbeite ehrenamtlich! Das heißt ich zahl' d'rauf! Oo "AAAAAARGH!" Minister Screw fegt die wenigen noch ausständigen Akten von seinem Schreibtisch und hämmert auf das Holzimitat ein. Da dies aber die Werkzeugkobolde davon abhält das Fenster zu reparieren (sie haben Angst ...), verläßt der Ork schnaubend und mit finsterer Miene sein Büro und stampft ziellos durch die Gänge des Ministeriums. Da aber auch dies dem allgemeinen Betrieb stört (Wachen mit weichen Knien und nervösem Blick machen einfach nicht so viel her ...), beschließt er, einen Streifzug durch die "schattigeren" Viertel der Stadt zu machen und hier und da ein paar Taler liegen zu lassen, um seinen "Wahrnehmungsbereich" zu vergrößern. oO Da der Geheimrat mich nicht zur Sau gemacht hat, schätze ich, dass er keinen besonderen Wert auf eine Festnahme legt. Was heißt, dass es nun eine Privat-Angelegenheit ist. Oo Zu dem finsteren Blick gesellt sich nun ein diabolisches Grinsen. Screw hatte noch nie so viel Platz auf der Straße - die Leute erschlagen einander fast, um ihm Platz zu machen. | |||||
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#32
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| In der bald heraufziehenden kalten Dämmerung, zieht es auch mask in die heimeligeren Gefilde der Stadt. Ganz nebenbei schafft er mit ein paar freundlichen Worten und einer beiläufigen Geste ein wenig Ordnung: "Du willst mir keinen Glühwein verkaufen. Du willst nach hause gehen und Dein Glykol selber trinken." Ein paar heisse Maronen knuspernd, verschwindet er sodann zwischen den Menschenmassen auf dem weihnachtlichen Markt. | |||||
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#33
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| Minister Screw sitzt in seinem kalten Büro, über die Arbeit gebeugt und in sechs Schichten Kleidung gehüllt. Im kleinen Kamin prasselt ein bescheidenes Feuer und davor steht ein kleiner Stapel Akten zum Aufwärmen, damit die Papiere beim Einrollen nicht brechen. Seine Laune hat sich gegen gestern zwar deutlich gebessert, entspricht aber immer noch der Raumtemperatur. Normaler Weise würde er sich mirt einem Glas Whiskey oder Glühwein aufwärmen, aber der Flaschenkorken ist leider über Nacht festgefroren und der Inhalt seiner Börse stark rationiert. Schließlich benötigt er demnächst eine ausreichende Reise-Kasse. | |||||
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#34
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| Die Tür zum Büro des Ministers Screw wird aufgerissen. Herein stürmt ein wütender Geheimrat Tufir! "Da haben wir's wieder! Wäre das nicht etwas subtiler gegangen, Herr Minister. Jetzt verkaufen die da draußen keinen Glühwein mehr. Ich wette, dass war dieser Jedi, den du versuchst hast festzusetzen. Was mach ich jetzt?? Der Glühwein-Ausschank vor dem Ministerium war doch meine Idee! Jetzt fehlen uns die Einnahmen. Ich weiß es - Strafarbeit, Herr Minister: Ab sofort bis auf Widerruf wird hier in deinem Büro der Bärenpunsch-Ausschank eröffnet. Magie-Sicherungen und was dazu gehört werden eingeschaltet, damit uns dies nicht auch noch abhanden kommt. Dann musst du demnächst deine Akten halt selber tragen, wenn die Rohrpost ohne Magie nicht mehr funktionert. Und wage dich bloß nicht, Monika als Verkaufshilfe anzustellen. Dafür kannst du dir höchsten einen Bürger suchen. Vielleicht spielen dieser Jalokin oder der Luzifer mit. Aber mehr als 3 Taler pro Stunde gibt es nicht. Alles klar?? - Und schicke einen Kobold mit ein paar entsprechenden Flugblättern nach drau0en, bevor du die Sicherungen einschaltest!" Wütend stampft der Geheimrat wieder von dannen, ohne auf des Ministers Antwort zu warten. Die Tür zum Büro lässt er offen. Kurz bevor er ganz draußen ist, dreht er sich nochmals um: "Und lasst das Fenster so wie es ist bis nach Weihnachten! Dann kann der Geruch besser abziehen!" Geändert von Tufir (15.12.2008 um 19:12 Uhr) | |||||
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#35
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| Verdutzt blickt Screw dem Geheimrat nach. Mehrere Sekunden geschieht gar nichts und die einzigen Bewegungen im Büro sind die Dampfwölkchen, welche sich durch den Atem des Ministers in der kalten Luft bilden. Dann hellt sich die Miene des Orks auf. oO Punsch ausschenken? In mein' Büro? Kuuuuhl! Oo Sofort macht sich Screw an die Arbeit, schreibt ein Flugblatt, welches er dem Kopierkobold in die Hand drückt und räumt das Büro um, damit alle Punsch-Stand-Utensilien ihren Platz bekommen. | |||||
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#36
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| Noch bevor Minister Screw die Magiesicherungen einschalten kann, erscheint in jedem Raum eines jeden Stockwerks ein holografisches Bild des Ministers hinterlegt mit einer falsch aufgehängten rot-weiß-roten Fahne. Auf dem Schild steht in großen Buchstaben: Minister Screw lädt ein zum Freipunsch! Heute Abend ab 19:00 Uhr bei mir (Screw) im Büro! Tasse bitte mitbringen! | |||||
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#37
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| Gerade ist Minister Abacab dabei, die letzten beiden Teile seines geliebten Tabakschränkchens mittels einem alten, aber vorzüglichen myrionischen Reparaturzauber am Schränkchen anzubringen, als die Holographie mit dem Bild des Minister Screw in seinem Büro erscheint. Aufmerksam liest der Minister Abacab das Schild, dann grinst er und stellt das reparierte Tabakschränkchen zurück an seinen angestammten Platz, worauf er einen kleinen Sack aus einer der Taschen seiner Amtsrobe hervorholt. Einen Augenblick und ein paar unverständliche, gemurmelte Worte später ist der Sack auf seine fünffache Grösse angewachsen und der Minister holt aus diesem einige Dinge hervor, die er in das Tabakschränkchen packt. Eine Pfeife samt Tabakdose, Pfeifenstopfer und Streichhölzern legt er jedoch auf seinen Schreibtisch, bevor er das Schränkchen schliesst und den nun leeren Sack wieder schrumpfen lässt. Mit einem zufriedenen Brummen und leichtem Nicken wendet sich der Minister nun dem Schreibtisch zu und beginnt, die Pfeife zu stopfen. "Soso, Umtrunk im auswärtigen Amt." murmelt er und beginnt abermals zu grinsen. "Das lasse ich mir sicher nicht entgehen." Gemächlich stopft Minister Abacab seine Pfeife zuende, steckt diese dann samt den anderen Utensilien in eine Tasche seiner Amtsrobe und schnappt sich schliesslich eine frische Tasse aus dem Geschirrschränkchen, die er in einer weiteren Tasche seiner Robe verstaut. "Mal schauen, wer sonst noch da sein wird." murmelt Minister Abacab, schaut sich noch mal kurz in seinem Büro um und verlässt dieses dann durch die Tür, welche er hinter sich in's Schloss fallen lässt und anschliessend mit seinem Schlüssel verschliesst. Dann begibt sich Minister Abacab zum Amtszimmer des Minister Screw und betritt dieses durch die offen stehende Tür, worauf er sich langsam umschaut und dabei die frisch gestopfte Pfeife samt Streichhölzern hervorholt.
__________________ "Überragende Intelligenz ist kein Garant für soziale Kompetenz." R. Rücker It cannot stop and there's no way out ... The wolf possesses the man ... It's howlin' loud ... When the wolf prowls | |||||
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#38
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| Weihnachtslieder aller Arten (inklusive Ab- und Un-Arten) schallen aus der offenen Bürotür des Ministers Screw in den Gang des 1. Stockes. In dem Raum selbst bietet sich ein abstraktes Bild: Um den Schreibtisch herum ist eine kleine Holzhütte gebaut (wie hat der Ork es geschafft, die hier rein zu bringen?), den Tisch selbst ziert eine weihnachtlich bestickte und dekorierte Decke, auf welcher sich kleine Schalen mit Keksen und Plätzchen befinden. Direkt unter dem Dachgiebel der Punschhütte (DACHGIEBEL!?!? WIE ZUR HÖLLE HAT ER DAS GEMACHT!?) befinden sich zwei schwarze Kästchen mit lauter kleinen Löchern an der Vorderseite, aus denen die Musik kommt, zu welcher die "Kunden" ausgibig singen (manche sogar annähernd richtig). Ansonsten ist das Büro recht voll, da beinahe jeder Angestellte des Ministeriums eventuelle freie Zeit nutzt, um sich hier einen "echt alpinen Bärenpunsch" zu genehmigen. In der Hütte, hinter dem Schreibtisch, steht der Minister und gibt den Takt mit einer Schöpfkelle, die er ausgiebig herum schwingt, an. Dabei entringen sich immer wieder Zwischenrufe seinen Lippen. "Herrreinnnnschbazziaht, herreinnschbazziaht! Dea ÄCHT ALPPIEHNÄ BÄANPHUNTSCH, nua hia imm Mminnissssthääriuhm bä Minnissthah Sssskruuuh! Aussghewokana Gäschhhmakk unn nur a HAUUUUCH ... ch ... chhh ... Alluhol. Vomm Minnissthah hökkstpeasönnlich appkeschmäkkt." Gelegentlich sackt der Ork in sich zusammen und verschwindet hinter seinem Schreibtisch, man möchte meinen, ihn die nächsten Stunden nicht mehr hochkommen zu sehen. Doch sogleich schnellt er aus der Versenkung wieder hervor, in der Schöpfkelle schwappt frischer und heißer Bärenpunsch und wird zielsicher und ohne einen Tropfen zu verschütten in einen hingehaltenen Becher geleert. | |||||
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#39
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| Off-Topic: Einige Tage später .... Der Geheimrat sitz mal wieder an seinem Mohagoni-Schreibtisch und sinniert vor sich hin. oO Sapperlott .... das war vielleicht ein Stress vergangene Woche. Immer diese Sauferei! Ich muss Kumpel Screw mal fragen, was er da so reinmischt in seinen Bärenpunsch. Wenn meine Informationen stimmen, hat der Kaiser ja 1.000 Hektoliter für die Folterkammer bestellt. Das Fenster in Screws Büro müsste ja auch mittlerweile auch repariert sein. Ich frage mich, wie viele Jedis hier in unseren Landen noch rumhüpfen. Ach ja, * seufz*, noch 2 Tage, dann ist Weihnachten. Wieder ein Jahr vorbei. Vor allem aber endlich mal ein paar Tage Ruhe vor den grünen und roten Typen hier. Was muss ich noch tun? Hhhmmmmm .....
Mit Voltänchen sollte ich nochmals reden. Nicht dass dem einsam wird, wo ich doch Monika 3 Wochen Urlaub gegeben habe! Sameafnir habe ich ja gestern erst persönlich gesehen. Die muss sich auch ein wenig auskurieren, damit sie in ihren wohl verdienten Urlaub abzwitschern kann. Ibag ist so still in letzter Zeit. Ihr sollte ich auch nochmals Hallo sagen. Und Abacab -- der braucht auch mal Ruhe. Der hat immer so fixe Ideen. Der macht mir eines Tages noch Konkurrenz damit. Sonic --- ja Sonic, manchmal habe ich den Eindruck, der ist der einzige wirklich Vernünftige in diesem Laden. Dem sollte ich auch nochmals die Hand schütteln. Graf Albin und puck werden es sich bestimmt wieder in ihrer Eifel bequem machen. Ich muss beim Kaiser mal wieder eine Inspektionsreise nach Eifelanien beantragen. Die letzte ist lange her. Dort ist es immer so schön ruhig, idyllisch und beschaulich. ![]() Na ja, dann mache ich mal meine Runde durch die Büros. Wahrscheinlich die letzte für dieses Jahr. oO Der Geheimrat steht auf, streift sich die cyanblaue Robe glatt und geht gemütlich auf seinen Rundgang und grüßt dabei freundlich alle, die ihm begegnen. Offensichtlich ist er äußerst zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr!
__________________ --- Gewißheit gibt es nicht, nur Gelegenheiten! --- | |||||
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#40
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| Im Ministerium ist es ruhig und besinnlich, die Weihnachtsdekoration schaukelt gelegentlich im Wind vorbeigehender Personen und der Duft von Zimt und Misteln liegt in der Luft. Einzig aus Minister Screws Bürotür weht eine steife Winterbrise, welche gelegentlich von einzelnen Schneeflocken begleitet wird ... und von rohen, wüsten Schimpfereien. Dem Leser seien die genauen Details der Ausdrücke erspart, da diese zu moralischem Verfall führen könnten. Es reicht anzumerken, dass es inhaltlich darum geht, dass der Minister die Werkzeugkobolde davon abzubringen sucht, sein Fenster vor dem 25. Dezember zu reparieren, da sonst der weihnachtliche Charme seiner Punschhütte dahin ist. Da diese allerdings primär Befehls-Empfänger und -Ausführer sind, hilft offensichtlich nur die Androhung blanker Gewalt, um sie an Ihrem Vorhaben zu hindern. | |||||
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