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#141
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| Eine seiner Augenbrauen hebend schaut Minister Abacab auf, als der myrionische Pfeildrache vom Regal zur Tür schiesst und sich durch das Schlüsselloch quetscht. Mit einem Strinrunzeln stellt der Minister das Glas ab, erhebt sich und geht zur Tür, wo er feststellt, dass der Versiegelungszauber, den er vor seiner Abreise gewirkt hatte, diese immer noch unter Verschluss hält. Mit einer leichten Geste der freien rechten Hand hebt Abacab den Zauber auf, worauf der Lärm der tobenden Geheimrätin an sein Ohr dringt und ihn stöhnend zusammenzucken lässt. Hastig wirkt der Minister einen Abschirmzauber und öffnet dann die Tür, worauf er neugierig auf den Gang tritt und nach links und rechts blickt. Schnell hat er den Pfeildrachen ausgemacht, der aufgeregt zwischen den vielen Personen auf dem Gang hin und her zischt, um seinen Auftrag der Informationsbeschaffung, den ihm Minister Abacab vor seiner Abreise erteilt hatte, zu erfüllen. Sich daran erinnernd und auf Grund seiner nunmehr persönlichen Anwesenheit nicht mehr so dringlichen Auftrags pfeifft der Minister den Drachen herbei und entbindet ihn von seiner Verpflichtung, worauf dieser wieder im Büro verschwindet. Genüsslich an seiner Pfeife saugend beobachtet Abacab weiter das Treiben auf dem Gang, wobei er belustigt grinst und schliesslich leise murmelt. "Hach... wie habe ich das vermisst..." Geändert von Abacab (15.07.2009 um 12:54 Uhr) | |||||
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#142
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| Minister Screws Lächeln gefriert kurz, als Geheimrat Luzifer etwas von Talern erwähnt. "Ach? Ok. Hm ... ja, ich denke das sollten wir bald tun ...sehr bald ... am Besten gleich." Mit diesen Worten dreht er sich um und marschiert los, direkt in Richtung der cyanblauen Hallen. Nach wenigen Schritten wendet er noch einmal kurz und wirft Luzifer einen auffordernden Blick zu.
__________________ Das Leben ist die härteste Droge ... jeder ist drauf, keiner kriegt genug davon, niemand überlebt und Entzug hat auch noch keinem gut getan. | |||||
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#143
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| Nach kurzem, und etwas unsicherem, Zögern und einem eindringlichen Blick des Ministers Screw, folgt Geheimrat Luzifer dem Ork schließlich und öffnet diesem seine Bürotür. "Nicht schlecht, nicht schlecht.", kommentiert der Österreicher und bewundert die Waffen an den Wänden und in den Schränken, während Luzifer die Türe wieder schließt. In Screws Gesicht spiegelt sich allerdings neben Bewunderung und Interesse auch etwas anderes wieder. Ein Fremder, der mit den Eigentumsverhältnissen nicht vertraut ist, könnte meinen es wäre Besitzerstolz. Der Minister überlässt es seinem Vorgesetzten, das Gespräch zu beginnen.
__________________ Das Leben ist die härteste Droge ... jeder ist drauf, keiner kriegt genug davon, niemand überlebt und Entzug hat auch noch keinem gut getan. | |||||
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#144
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| An diesem efferdgefälligem sprich also leichter bis mittelschwerer Regenfall, dichte Wolken in unterschiedlichstem blau-grau getaucht, verlässt Herzogin Sameafnir ihr Drachenschiff beschwingten Schrittes, geniesst nochmal die herrlich feuchtfrische Brise, die ihr um die Nase weht und lenkt ihre Schritte in Richtung Ministerium. "Krug um Krug! Zug um Zug Mädels und Jungs, lasst mir bloss nix anbrennen - und mir noch was übrig!" ruft sie noch einmal sich umdrehend ihrer Ottajasko zu. Bricht danach in schallendes Gelächter aus und geht sichtlich erheitert weiter. | |||||
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#145
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| Die Glocken hallen durch alle Flure und Räume, als das vom Kardinal angeordnete, 40-minütige Geburtsgeläute einsetzt. Während dieser Zeit ist jeder, der keine Ohrenschützer trägt, zur Taubheit verdammt und eine Unterhaltung unmöglich. Nachdem das Geläute beendet ist, ertönt die Stimme des Kardinals: "Putzkolonne antreten zum Geburttagsputzen. Jeder Minister und Geheimrat schickt mindestens zwei seiner Lakaien! Stande pede - pronto - tutti soforti - dawei, dawei! Und dann ab an die Arbeit!" | |||||
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#146
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| Geheimrätin Sameafnir bleibt beim Einsetzen des ohrenbetäubenden Geläuts wie zur Salzsäule erstarrt auf der Stelle stehen. "Geläute, heute, jetzt ??? ...hmm welchen Tag haben wir ...ach, ja, richtig, da war noch was ... Jubiläum ... Feier ...putzen... o O ... yep, gut, dass Luzifer und Minister Screw im Ministerium sind, und genau, der kleine grüne Halbling wie hiess der noch, genau Gleichgewicht, der ist ja auch da und Integra mit ihren extrem tüchtigen Blechbüchsen... tja also .... wenn das so ist, werd' ich gar nicht gebraucht. So n Zufall, dass da vorne an der Ecke der kleine schwarze Keiler schon auf hat." Grinsend wendet sich die große Thorwalerin um gen süd-süd-west und begibt sich in die Hafentaverne "Zum kleinen schwarzen Keiler", die tatsächlich schon auf hat und wie es scheint sich regen Zuspruchs erfreut. | |||||
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#147
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| Scheinbar tonlos bewegen sich Luzifers Lippen, während er Screw in einige Details des Ausschusses einführen wollte. Das Geläute geht ihm aber nach wenigen Sekunden schon derart auf den Geist, weil es alles übertönt, dass er aus seinem Schreibtisch einen Schlüssel heraus holt, der titansilbrig glänzt. Er geht zu dem schweren Tor in der Wand mit der sichtbaren Mauerung und schließt mit dem Schlüssel das eisenbeschlagene Schloss auf. Screw meint ein kurzes Leuchten auf der anderen Seite gesehen zu haben. Die Tür schwingt auf und tiefe Dunkelheit erscheint dahinter. Mit einem auffordernden Lächeln winkt er Screw zu und bedeutet ihm einzutreten. Nach ihm schließt er die Tür wieder und sie treten nach wenigen Sekunden, in denen beiden das Gefühl haben zu fallen, durch die Eingangstür zum Kanzlerzimmer 2. Um sie herum herrscht Stille. "Die Tür hab ich im Keller entdeckt und gleich bei mir einbauen lassen. Ich nenne sie die "feststehende Abkürzung". Leider verliert man ein wenig Zeit dabei, wie es bei den meisten Abkürzungen so üblich ist. Wo waren wir? Und was für Lakaien will Tufir denn von uns geschickt bekommen?"
__________________ "Zu sterben, mit einer unbenutzen Waffe in seinem Gürtel, das wäre bedauerlich." Miyamoto Musashi | |||||
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#148
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| Im kleinen schwarzen Keiler ist s fast so laut wie draussen, schlicht und ergreifend deswegen, weil wohl alle die vor dem Geläute noch draussen waren jetzt drinnen bei einem Krug Dunkelbier Zuflucht gesucht (und gefunden) haben. Herzogin Sameafnir hat wie immer keine Probleme einen guten Platz an der Theke zu ergattern, wo sich innerhalb kürzester Zeit ein großer Krug frisch gezapften Dunkelbiers einfindet und ein Riesenteller mit Wildschweinbraten, eine Spezialität des Hauses, mit noch warmen Brot sich kurz darauf dazugesellt. "So soll das sein. Nach Hause kommen und erstmal ordentlich was zu sich nehmen! Das WOHL!" ruft sie lautstark und nimmt einen gewaltigen Zug aus dem Bierkrug. "Das Wohl!" schallt es aus unzähligen Kehlen zurück. | |||||
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#149
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| "Praktisches Ding, die Tür da", bestätigt Screw anerkennend. Nach einem kurzen Moment der Verwirrung, erinnert sich der Minister daran, dass Luzifer ja noch nicht lange im kaiserlichen Staatsdienst ist und erklärt. "Naja, wir als Mitglieder der Regierung müssen schließlich mit gutem Beispiel voran gehen, und Sauberkeit ist eine hohe Tugend. Aber stellt Euch doch mal das Bild vor, wenn wir Würdenträger selbst wischend und schrubbend durch die Hallen kriechen. Das geht doch nicht, also müssen wir unsere persönlichen Angestellten dafür herborgen. Ich selbst hab' keine, zumindest nicht fix angestellt, aber ich fisch' mir dann immer ein paar Tunichtgute aus den Gassen der Kaiserstadt, die meinen, sie könnten hier unabhängig von den Gilden und Clans Geschäfte machen. Ihr glaubst gar nicht wie gründlich die sein können." Den letzten Satz lässt Screw mit einem süffisanten Lächeln herausgleiten. Dann stutzt er kurz und zieht ein schmales Kästchen aus einer seiner unzähligen Taschen. Nach einem kurzen Blick auf ein leuchtendes Feld, betätigt er ein paar Knöpfe und steckt es wieder ein. "Also, was wolltet Ihr vor der lautstakren Unterbrechung sagen?" Im schwarzen Keiler: Unmittelbar nachdem das Geläut aufgehört hat, schwebt eine etwa faustgroße metallene Kugel mit um sie rotierenden Flügeln durch ein eben wieder geöffnetes Fenster der Schenke und hält über Sameafnirs Tisch inne. Ein kleines Loch öffnet sich und ein Lichtkegel fällt daraus auf den Tisch und zeigt ein Bild des Ministers Screw. "Hoi, edle Frau Geheimrätin. Habe bemerkt, dass Ihr nicht da seid und mir erlaubt, die Euch zugewiesenen Gänge und Zimmer von fremden Reinigungskräften freizuhalten. Wir wollen ja nicht, das sich jemand anmaßt, Eure Pflichten zu übernehmen." Mit einem Klicken erlischt das Grinsende Antlitz des Orks und die Drohne mach Anstalten, wieder abzuschwirren.
__________________ Das Leben ist die härteste Droge ... jeder ist drauf, keiner kriegt genug davon, niemand überlebt und Entzug hat auch noch keinem gut getan. | |||||
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#150
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| Sameafnir fällt bei der Sprechblase fast der gerade zum Munde geführte Happen Wildschweinbraten aus dem Gesicht, aber als Sie Minister Screws Antlitz und Stimme erkennt, kommt sie nicht umhin den Happen wieder auf dem Teller abzulegen, den Krug aufzunehmen, und gerade noch bevor sich die Blase wieder schliesst ein "Habt Dank, Freund Screw! und äh, das WOHL! Ich äh, hm schulde euch dann noch was ...." Flups ist s weg. Die Herzogin kehr wieder in aller Ruhe zur Nahrungsaufnahme zurück. Nach beendeter Mahlzeit, legt sie fluchs ein paar Münzen auf den Tresen und verlässt den kleinen schwarzen Keiler mit den Worten "So, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Wollen wir mal schaun, wie mein Herzogenschrein heute so ausschaut ... und ob ich ihn überhaupt wiederfinde" und da sie dies so wie es ihre Art ist zu sich selbst gesprochen hat, folgt auch diesem Murmeln wieder ein verschmitzes Kichern. | |||||
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