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#1
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| Es fiel mir gerade bei Turils Reise wieder auf, aber auch bei Romanen wie Weltensturm oder Liukanenkos Weltengänger/-träumer war es schon so: Wie kann es sein, dass Klappentexte nur entfernte Ähnlichkeit (wenn überhaupt) mit dem Buch haben? Bei Turils Reise beispielsweise beginnt er so: "In einer fernen Zukunft, in der die Menschheit in die Galaxis aufgebrochen und dabei auf zahllose außerirdische Völker gestoßen ist..." - Mag ja sein, muss aber in einer anderen Ecke der Galaxie passiert sein. Nicht schlimm in diesem Fall, aber symptomatisch. Klar, es ist schwierig 500 Seiten in 60 Wörtern zusammenzufassen, aber teilweise kommt es mir so vor, als haben die Autoren des Klappentextes das Buch nie gesehen, geschweige denn gelesen. Und wo ich so darüber nachdenke: Irgendwie scheint mir das insbesondere ein Problem den Heyneverlags zu sein. Kann natürlich ein zufälliger subjektiver Eindruck sein. Was mich aber brennend interessieren würde: ist so ein Klappentext verbindlich? Ich meine, kann ich das Buch als mängelbehaftet zurückgeben, wenn der Klappentext mal wieder nichts mit der Handlung zu tun hat oder nicht erkennbar ist, dass es der dritte Teil einer Serie ist und ohne Teil 1&2 wenig Freude macht?
__________________ Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben. | |||||
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#2
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| Ich wäre dafür ... auch bei drastischen Textfehlern. Habe einmal ein Buch nach der Hälfte zur Seite legen müssen (ok, eigentlich habe ich es wutentbrannt in eine Ecke gepfeffert), weil plötzlich eine Zeile gefehlt hat. Nicht ein Satz oder so, nein, eine Zeile ... Satz A hört am Zeilenende einfach ohne Punkt und Komma auf und in der nächsten Zeile beginnt Satz B in der Mitte, als ob die beiden zusamme gehörten ... allerdings nicht im Kontext. Auch devor haben in dem Buch die Fehlerteufel Party gefeiert. fehlende oder vertauschte Buchstaben und Worte waren die Regel. Bei so etwas frage ich mich, wozu es Korrekturleser gibt. cul8r, Screw
__________________ Das Leben ist die härteste Droge ... jeder ist drauf, keiner kriegt genug davon, niemand überlebt und Entzug hat auch noch keinem gut getan. | |||||
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#3
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| So drastisch wie bei dir sonic ist mir das mit den Klappentexten noch nie aufgefallen. Tatsache ist aber, dass hin und wieder deutlich nur ein gewisser Teil des Buches heraus kristallisiert wird, um einen bestimmten Kreis konkret anzusprechen. Beispiel: Der Klappentext aus "Gefährten des Zwielichts" besteht aus einem Zitat, das da lautet : Zitat:
![]() Und angefügt ist dann noch eine Art Kurzanalyse des Buches, reduziert auf zwei Sätze, statt den Inhalt Preis zu geben. Das Buch ist von Lübbe. Gut, kann man unter "Marketing" verbuchen. Das mit der Zugehörigkeit zu einer Reihe bzw. einer Trilogie etc. hab ich jedoch schon am eigenen Leibe erfahren. Und geärgert hab ich mich darüber fürchterlich! Das hielt ich im Nachhinein wiederum für Taktik, damit ich dummer Kunde mir auch noch die anderen Teile hole, wenn ich schon mal diesen gekaufte habe. Besonders dumm ist es, wenn es der zweite/dritte/ x-te Teil ist. Passiert mit meinem aktuellen Buch: "Die Saat" von Guillermo del Toro/ Chuck Hogan, welches sich als Trilogie entpuppte, was sonst nirgends zu finden war. Zum Glück ist es der erste Teil... Gruß Luzifer
__________________ "Zu sterben, mit einer unbenutzen Waffe in seinem Gürtel, das wäre bedauerlich." Miyamoto Musashi | |||||
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#4
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| Tja das ist ein gutes Thema. Ist mir auch schon ab und an so gegangen, dass der Klappentest doch herzlich wenig mit dem tatsächlichen Inhalt des Buches zu tun hat, oder verfälscht oder stark vereinfacht dargestellt wird. Da stellt sich in der Tat die Frage, wer den Klappentext schreibt ? Grund zur Rückgabe ist es wahrscheinlich nicht, aber man sollte vielleicht doch den betreffenden Verlag eine Nachricht zukommen lassen. Man sollte meinen, dass die Meinung der Leserschaft nicht gänzlich unwichtig für die Verlage ist.
__________________ es grüsst, die rechte und die linke Axt des Hetmanns, Sameafnir Yngvarsson, Stadtrat Delazaria Love as you whilt! | |||||
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#5
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| Also die Klappentexte von Lübbe sind insbesondere bei den SF Romanen ebenfalls ziemlich daneben. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Heyne. Ich habe das Gefühl, dass dies immer bei übersetzten Büchern so ist. Ich frage mich dann nur, ob der Klappentext eigens verfasst wurde oder ob der auch nur übersetzt ist.
__________________ --- Gewißheit gibt es nicht, nur Gelegenheiten! --- | |||||
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#6
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| Klappentexte von Büchern sind - wie ich finde - generell mehr als unnütz. Mittlerweile findet man auf ihnen entweder "Rezensionen" irgendwelcher Zeitschriften, die dann aus einem Satz oder Wort bestehen ("Brilliant!") oder ein anderes Zitat das irgendwoher stammt und einem nichts über das Buch sagt... Früher, soweit ich mich erinnern kann, gab es wirkliche Inhaltsangaben, ganz kurz zwar nur, aber immerhin! Heutzutage les ich immer vorher im Internet - oder schlag das Buch auf, da steht manchmal auch eine Inhaltsangabe vorher. Ganz schrecklich bei Fantasy-Büchern: "Der neue Tolkien!", "Ein Muss für alle Herr der Ringe-Narren!" ... und dann krieg ich diese Bücher gut gemeint geschenkt, und ich gähne nach 3 Kapiteln, weil eh wieder ein kleiner Junge eine Prophezeihung erfüllen muss, von der er erst nichts weiß und... und... *gääähn* Also es steht tatsächlich schlimm um die Klappentexte - wo ist die Kreativität geblieben? Vermutlich wieder einmal Stellenabbau
__________________ "Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt" A. Einstein | |||||
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#7
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| Zitat:
Bei anderen Büchern sind die Texte auf den Rückseiten auch nicht immer treffend. Meistens widerstehe ich der Versuchung, vorher bei amazon nachzulesen, welchen Inhalt das Buch haben könnte. Es wird dort oft mehr verraten, als mir lieb ist.
__________________ Es gibt Tage im Leben, da hat man nur Pech und Durst, heute ist wieder so ein Tag. | |||||
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#8
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| Abgesehen von den fehlleitenden Klappentexten ist es mir auch oft genug passiert, dass bei Übersetzungen der Titel dann teilweiser oder sogar kompletter Schwachsinn ist und die Titelbilder überhaupt nicht passen (was auch an dem falsch übersetzten Titel liegen kann). Ein Beispiel: Habe einen Warhammer-40K-Roman monatelang im Regal ignoriert, weil ein Warhammer-Fantasy-Bild auf dem Cover prangt. Ich finde, Klappentext-Schreiber sollten benotet werden. cul8r, Screw
__________________ Das Leben ist die härteste Droge ... jeder ist drauf, keiner kriegt genug davon, niemand überlebt und Entzug hat auch noch keinem gut getan. | |||||
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#9
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| @Screw DAFÜR !!!
__________________ es grüsst, die rechte und die linke Axt des Hetmanns, Sameafnir Yngvarsson, Stadtrat Delazaria Love as you whilt! | |||||
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