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  #11  
Alt 08.03.2010, 23:51
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 08.03.2010, 23:51 ]

Bei Tad Williams Otherland Reihe bin ich mir nicht so wirklich schlüssig. In meinem Bekanntenkreis kenne ich einige, die die Reihe hochgelobt haben. Ich selber habe aber bisher nichtmal den ersten Band komplett durch...
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  #12  
Alt 09.03.2010, 01:36
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 09.03.2010, 01:36 ]

Zu den Träumen das Jonathan Jabbok, das ist auch eher ein Jugend/Kinderbuch aber ein wunderschönes, welches ich auch Erwachsenen empfehlen würde.
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  #13  
Alt 09.03.2010, 10:45
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 09.03.2010, 10:45 ]

@Gleichgewicht: Ich denke nicht, dass Drizzt, Sinclair oder auch nur eine Zeile von Hohlbein ein Klassiker wäre. Ein Klassiker sollte Massstäbe für das Genre setzen und eine gewisse Strahlkraft - idealerweise auch genreübergreifend - besitzen.

Fantasy:

Michael Moorcock - "Elric von Melniboné" (1961) - Der Ewige Held, prägend für tragische Helden in der Fantasy, Vorlage für diverse Rollenspiele (z.B. "Sturmbringer")

Roger Zelazny - "Die Chroniken von Amber" (1977-1995) - Ordnung gegen Chaos, dynastische Kriege und Alternativwelten

Mary Shelley - "Frankenstein oder der moderne Prometheus" (1818) - braucht wohl keine Erläuterung
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So groß schien dein Befehl mir nicht, der sterbliche, dass er die ungeschriebnen Gottgebote, die wandellosen, konnte übertreffen.
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  #14  
Alt 09.03.2010, 22:13
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 09.03.2010, 22:13 ]

Kann man Grimms Märchen als Fantasy bezeichnen? Ebenso Sindbad und Aladin. Das sind für mich Klassiker, aber ich wusste nicht, ob die zählen. Homers Illias Odyssee.


Aber Faust möchte ich dann schon anmerken. Der erste Teil ein AllTimeFavourit für mich.
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Geändert von Gleichgewicht (09.03.2010 um 22:44 Uhr)
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  #15  
Alt 10.03.2010, 16:57
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 10.03.2010, 16:57 ]

Nun, ich weis nicht, ob Goethe so erbaut wäre seinen Faust als Fantasy-Klassiker betitelt zu sehen...
Aber ich würde auf jeden Fall Marion Zimmer Bradley: "Die Nebel von Avalon" dazuzählen. Ein Wegbereiter für starke Frauenfiguren in der Fantasy und die Bearbeitung einer uralten Saga konsequent nur aus dem Blickwinkel dieser Frau.
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Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort, natürlich wurden wir zu Helden !
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  #16  
Alt 16.03.2010, 14:28
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 16.03.2010, 14:28 ]

Naja - wenn ich raten müsste, würde ich behaupten, dass Goethe das weniger stören würde als es Germanisten stört...

Bei den Märchen und Sagen tue ich mir deswegen etwas schwer. Zum einen weil das ja im Prinzip Sammlungen von Geschichten verschiedener "Autoren" sind - auch wenn die Gebrüder Grimm beispielweise ihren Stil ganz deutlich eingebracht haben. Zum anderen weil Sagen und Legenden vielleicht doch stilistisch etwas anderes sind als Fantasy. Wobei eine Verwandschaft nicht zu leugnen ist. Schwer zu entscheiden - wenn wir sie mit einordnen wollen, dann müsste natürlich das Nibelungenlied noch dazu. Ich persönlich würde sie zwar bei den Klassikern einordnen, nicht aber in einen Kanon aufnehmen.

Dann muss ich auch noch Integra beipflichten:
John Sinclair fällt schon allein deswegen raus, weil man bei Groschenromanen weder Anfang noch Ende noch Highlight definieren kann und die Qualität stark schwankt - auch Perry Rhodan würe ich daher ausschließen. Das alles ohne die Frage aufzureißen, ob das Literatur ist... Drizzt habe ich nicht gelesesn, würde ich nach allem was ich gehört habe aber auch ausnehmen. Hohlbein fällt bei mir in die Kategorie Harry Potter - als Jugendbücher toll, würde ich meinen hypothetischen Kindern fraglos geben und mich unglaublich freuen, wenn sie im Laufe der Zeit auf die deutlichen Schwachstellen aufmerksam würden (die dazu führen, dass ich sie nicht in einen Kanon aufnehmen würde).

Aber zurück zu Vorschlägen:
Im Heyne Verlag existiert eine Reihe namens "Meisterwerke der Science-Fiction", die quasi einen Heynekanon darstellt - ich habe mal versucht eine Liste zusammenzutragen, einges davon ahben wir schon erwähnt:
Zitat:
Isaak Asimov - Foundation (Trilogie)
Isaak Asimov - Meine Freunde, die Roboter
Iain M. Banks - Bedenke Phlebas
Greg Bear - Blutmusik
Gregory Benford - Zeitschaft
Alfred Bester - Der brennende Mann
David Brin - Sternenflut
Ray Bradbury - Fahrenheit 451
Anthony Burgess - Clockwork Orange
Orson Scott Card - Das Große Spiel
Arthur C. Clarke - 2001 - Odyssee im Weltraum
Arthur C.Clarke - Die letzte Generation
Philip K. Dick - Das Orakel vom Berge
Jack Finney - Zeitspuren
William Gibson - Die Neuromancer-Trilogie
William Gibson - Cyberspace
Ken Grimwood - Replay - Das zweite Spiel
Joe Haldeman - Der ewige Krieg
M. John Harrison - Die Centauri-Maschine
Robert A. Heinlein - Fremder in einer fremden Welt
Frank Herbert - Der Wüstenplanet
Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
Stanislaw Lem - Solaris
Ursula K. LeGuin - Die linke Hand der Dunkelheit
Walter M. Miller Jr. - Lobgesang auf Leibowitz
Larry Niven & Jerry Pournelle - Der Splitter im Auge Gottes
George Orwell - 1984
Frederik Pohl - Die Gateway-Trilogie
Frederik Pohl & Cyril M. Kornbluth - Eine Handvoll Venus
Mary Doria Russell - Sperling
Dan Simmons - Die Hyperion-Gesänge
Robert Silverberg - Es stirbt in mir
Robert Sheckley - Der widerspenstige Planet
Clifford D. Simak - Als es noch Menschen gab
Arkadi & Boris Strugazi - Das Experiment
Ehrlich gesagt - ich merke an dieser Liste, wie wenig ich da kenne...

Lem mit Solaris ist aber sicherlich etwas, was auch ich da auflisten würde (philosophisch und psychologisch hochinteressanter Umgang mit Trauer im Angesicht überlegener und fremder Intelligenz und mit Clooney gut verfilmt, 2001 und Clockwork Orange auch, nicht zuletzt auch aufgrund der Filme.

Ein paar Bücher (Gateway, Als es noch Menschen gab) stehen auf meiner geistigen Liste der noch zu lesenden Bücher, Blutmusik aber beispielweise hat sich meiner Meinung nach überlebt. Und bei einigen anderen Büchern habe ich das Gefühl, dass sie mitten aus Zyklen stammen und ohne die anderen etwas aus dem Zusammenhang gerissen sind, was es schwer machen dürfte, sie einzuordnen (Heyne nimmt darauf ja erfahrungsgemäß mitunter etwas wenig Rücksicht).

Was denkt ihr denn zu dieser Liste?
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Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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  #17  
Alt 16.03.2010, 15:12
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 16.03.2010, 15:12 ]

Ich denke, dass es eine gute Vorlage ist - andererseits eben das, was Du geschrieben hast: Ein HEYNE-Kanon. Heyne wird kein Interesse daran haben, Bücher aufzulisten, die der Verlag nicht vertreibt.

Bei einigen Sachen bin echt skeptisch, was die Verbreitung angeht: "Bedenke, Phlebas" ist dermassen sperrig, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass es viele Leute gibt, die es gelesen haben.

Aber bei vielen anderen Titeln (Lobgesang auf Leibowitz, Linke Hand der Dunkelheit, Sperling!!....) kann ich nur aus ganzem Herzen zustimmen.
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Geändert von Integra (16.03.2010 um 15:15 Uhr)
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  #18  
Alt 16.03.2010, 16:37
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 16.03.2010, 16:37 ]

Also meine Lieblingsreihe (neben der Elric-Saga) ist die
Chronik der Unsterblichen von Wolfgang Hohlbein.

Und im allgemeinen war ich bisher von keinem Buch von ihm enttäuscht (auch wenn man sich am Ende von einigen Büchern denkt: Was hat der Typ gekifft??)

Auch noch ganz gross:
Trudi Canavan - Die Gilde der Schwarzen Magier
und
Das Zeitalter der Fünf

sind beides sehr gute Triologien, die erfrischend anders in ihren eigenen Fantasy-Welten spielen.

Dazunehmen würde ich noch Ken Follets Säulen der Erde und Tore der Welt (sollte man sich nach Möglichkeit in der Originalsprache antun, aber auch sonst sehr gut geschrieben) auch, wenn es nur historische und keine Fantasy-Romane sind.
Nen gleichen Stellenwert hat bei mir Der Medicus von Noah Gordon.
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  #19  
Alt 03.07.2010, 20:53
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AW: Genreklassiker - ein SF/Fantasy-Buchkanon  [ Alt 03.07.2010, 20:53 ]

wieso spricht hier keiner von der Ringwelt ?

Ich habe die Gateway Trilogie letztens gelesen und kann sie nur wärmstens empfehlen.

Auch wenn erst der Film da war fehlt doch Star Wars in der Liste

Und Enemy Mine darf nun echt nicht fehlen!
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"5 Ausrufezeichen sind ein klares Zeichen für einen gestörten Geist. Es beweist, dass da jemand seine Unterhose auf dem Kopf trägt." (Terry Pratchett)

Geändert von Laroal (03.07.2010 um 20:57 Uhr)
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