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Des Verräters (kalte) HandDies ist das Thema Des Verräters (kalte) Hand bei Ancaria als Teil vom Ancaria. |
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Des Verräters (kalte) Hand
Eiden hörte den Pfiff und dann das galoppieren von Iltschi doch sie wandte sich nicht um. Alles in ihr war gespannt wie ein Flitzebogen. Bei der kleinsten Äußerung durch irgendjemanden wusste sie wäre der Bogen überspannt.
"Wie fühlst du dich Fenris?", fragte sie den Verwirrten, der ihr nur nickend antwortet. "Wohin geht er?", fragte Fenris dann mit erstaunlich klaren Verstand. Als Eiden nicht antwortet, fragte er sie direkt. "Wird er wiederkehren?" Doch auch darauf ging sie nicht ein, sondern agb den Dorfbewohnern nur die Anweisung Fenris in eine Behausung zu schaffen, da im Osten ein Sturm aufzog. |
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AW: Des Verräters (kalte) Hand
A'Ung ritt, bis das Dorf außer Sichtweite war. Dann bog er ab in Richtung Fluss. Auch er sah die dunkeln Wolken drohend am östlichen Himmel und .... ignorierte sie. Am Fluss saß er ab und hockte sich ans Ufer. Dort begann er, langsam Kiesel ins Wasser zu werfen. Er wusste nicht, was er tun sollte. Sein Gedächtnis ließ ihn im Stich mit allem, was älter war als 3 Jahre. Seiner Gefühle für Eiden war er sich bewusst, genauso wie er sich eingestand, dass er hier nicht die Initiative ergreifen durfte. Sie von königlichem Blut. Soviel stand für ihn fest. Er würde also niemals ohne Aufforderung Hand an sie legen. Diese vergangene Nacht war etwas, das er viel lieber vergessen würde als seine Vergangenheit. Und dann brachte sie ihn auch noch hierher, wo die Leute behaupteten, ihn zu kennen. Drei Jahre waren vergangen und dann sollte seine Geschichte kaum eine Tagesreise entfernt vom Palast ihren Ursprung haben? Er konnte das nicht glauben.
Und überhaupt! Er verstand Eiden nicht. Was brachte sie dazu, ihn immer wieder vor den Kopf zu stoßen? Konnte sie nicht einmal auf seiner Seite stehen, wenn er Initiative zeigte. Jedes Mal, wenn er etwas ohne direkten Befehl unternommen hatte, hatte sie ihn anschließend zurecht gewiesen. Das widersprach allem, was Tsun Tzu, der alte General und sein Lehrer, ihm beigebracht hatten. Als der Regen einsetzte, blieb A'Ung einfach sitzen. Iltschi drängte sich in seine Nähe, um ihn wenigstens etwas vor dem Wind zu schützen, der immer stärker wurde. |
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Des Verräters (kalte) Hand
Der Regen setzte auch im Dorf ein, gerade als sie Fenris in eine Hütte geschafft hatten, um ihn vor dem drohenden Unheil des Gewitters zu bewahren. Eiden selbst blieb draußen vor der Hütte stehen. Im Regen.
Sie roch den würzigen Geruch eines lauen Sommertages, an dem das Gewitter der Natur willkommene Kühlung verspricht und dann doch eine unerträgliche Schwüle folgen lässt. Doch noch war der Regen vorherrschend. Sie ließ sich den Wind durch die Haare sausen und den peitschenden Regen ins Gesicht platschen. So wie es Außen um sie herum tobte, sah es ebenfalls im Innern von Eiden aus. Da war ein unglaublicher Sturm verschiedenster Gefühle, die alle zur gleichen Zeit auf sie einstürmten. Da war die Angst…ein unglaublich starkes Gefühl, welches sie zu überwältigen drohte. Denn schon nur das Geringste aufkommen eines Gerüchtes, sie wäre die Tochter des verstorbenen Königs, würde sie in arge Bedrängnis bringen. Dann waren da die Gefühle zu A´Ung, die jedoch von Kummer überschattet wurde. Er mochte stolz und stark sein. Und wegen ihr, auch eine glänzende Ausbildung mit allen Werten und Prinzipien seines Meister erhalten haben, doch er muss lernen Autoritäten anzuerkennen und das zu machen, wann sie es sagte. Ein jedes Mal wenn er eigenmächtig handelt, denkt er nicht darüber nach, ob sie ihm diesen Befahl geben würde, sondern tut es Kraft eigener Arroganz. Und hinterher stellt er sie als unfähig hin und beleidigt sie. Typisch, denn Männer taten immer das Richtige… Und dann all ihre Pflichten mit den neuen Ländereien und ihren Untergebenen. Wie sollte sie das bewältigen... „Ich bin doch nur eine junge Frau…“, sagte Eiden zu sich selbst. „Ihr macht Euch kleiner als ihr seid, Herrin!“, erwiderte Eric, der unbemerkt zu ihr hinausgetreten war. „Woher wollt ihr das denn wissen?“ „Ihr seid zwar jung an Jahren, aber Eure ganze Körpersprache sagt einem, dass ihr jemand mit sehr viel Erfahrung seid. Nicht unbedingt immer guter Erfahrung, vielleicht auch von Leid und Kummer geprägt, doch Ihr seid erfahren. Verzeiht A´Ung seine stolze Art, er war schon als Kind so…“ „Ich wusste nicht, dass dies seine Heimat ist. Er hat es nie erwähnt. Einmal abgesehen davon, dass wir uns erst seit kurzem kennen.“, fällt Eiden dem Priester sich rechtfertigend ins Wort… Geändert von Huskyeye (09.04.2008 um 16:22 Uhr). |
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AW: Des Verräters (kalte) Hand
Als der Regen nachlies, stand A'Ung wieder auf. Er sah nach Westen. Die Sonne würde bald untergehen. Er nahm Iltschi am Zügel und führte ihn zu einem Wäldchen, dass nur wenige hundert Meter entfernt lag. Dort sattelte er ihn ab, pflockte ihn anschließend an einer langen Leine an und fertigte sich dann selbst ein Lager aus Moos und Gras. A'Ung würde die Nacht unter den Bäumen verbringen. Vielleicht brachte der neue Tag auch neue Gedanken und eine Entscheidung!
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Des Verräters (kalte) Hand
Früh am nächsten Morgen wacht Eiden auf. A´Ung war am Abend nicht zurückgekehrt...
Die Frage nach dem warum, konnte sie sich leicht beantworten, doch nicht die Frage nach dem was dagegen tun... Kurzum lief sie kopflos aus dem Haus, schwang sich in den Sattel von Seymour und galoppierte davon...der Richtung folgend, die A´Ung am Abend vorgegeben hatte. "Erst einmal die Richtung, der Rest findet sich...", rief sie sich aufmunternd ins Gedächtnis. Während Eiden aus dem Dorf galoppiert, bemerkt sie nicht das Augenpaar, welches sie boshaft interessiert beobachtet... Geändert von Tufir (23.04.2008 um 12:37 Uhr). |
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AW: Des Verräters (kalte) Hand
Nachdem A'Ung von den Strahlen der Morgensonne geweckt wurde, stand er auf. Die gestrige Abendsonne hat mit ihren starken Strahlen noch vor ihrem Untergang die vom Regen nassen Sachen getrocknet, so dass er keine Probleme hatte, sich ein trockenes Lager zu bauen. Nun erhob er sich, pflockte Iltschi ab und ließ ihn laufen. Er selbst begab sich hinunter zum Fluss, um sich zu waschen. Dabei nahm er Schnur und Angelhaken mit, die er immer bei sich führte, um sich ein Frühstück zu angeln.
So befand sich A'Ung nach seinem Bad am Ufer und wartete auf einen Fang. Er war barfuß und hatte die Angelschnur an seinem großen Zeh des linken Fußes befestigt. Er lag auf dem Rücken und sah den Wolken zu, wie sie über den ansonsten blauen Himmel zogen. Sein Kopf war frei und er dachte an nichts anderes als selbst so frei zu sein wie die Wolken dort oben. |
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Des Verräters (kalte) Hand
Auf dem wilden Ritt, immer der Hoffnung voraus folgend, gingen Eiden so viele Gedanken durch den Kopf. Doch alles Gedanken, die wenn man sie versuchen will zu fassen, sich erst verdichten und dann in einem undurchdringlichen Nebel entschwinden.
oO Sicher ich bin jung und unerfahren, aber auch Vorgesetzte... Und doch auch Frau? Oo Der Hoffnung und den Gedanken nachjagend, nähert sich Eiden immer mehr dem Fluss, so dass sie ein Beobachter selbst mit nur geringer Aufmerksamkeit erblicken konnte, zumindest aber den schnaufenden Seymour hören würde, der mit dumpfen Hufgetrappel über die sandigen Gräserlanden galoppiert. |
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AW: Des Verräters (kalte) Hand
A'Ung wurde von Iltschis Schnauben auf das Näherkommen eines Reiters aufmerksam gemacht, bevor er selbst den Galopp des Pferdes hörte. Iltschis Gebaren offenbarte, dass es jemand sein musste, den er kannte. A'Ung erhob sich und erkannte, dass es sich um Eiden handelte. Er blieb einfach in der Gewissheit stehen, dass sie ihn nun deutlich sehen konnte. Außerdem war auch Iltschi unübersehbar in seiner dunklen Farbe auf dem hellen Grün des Grases. Er wollte ihr nicht aus dem Weg gehen, wenn sie schon nach ihm suchte. Aber ob dies tatsächlich der Fall war, würde er nur erfahren, wenn er sich zeigte.
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